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Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Hallo zusammen,
immer öfter bin ich am überlegen, ob der nächste Hund überhaupt wieder ein Molosser oder Hund werden kann, der eine Magendrehung bekommen kann. 3x hatte ich diese Situation, 2x tagsüber, 1x abends außerhalb der üblichen Sprechzeiten. In allen drei Fällen konnten die Hunde schnell operiert werden und haben überlebt. Allerdings spitzt sich die Notdienstsituation immer mehr zu. Wir haben nur noch eine Klinik (von ehemals mehreren im Umkreis von 100 km), die 24 Stunden offen hat bzw. erreichbar ist. Ständig geben Kliniken und Praxen ihren Notdienst auf. Es gibt einige wenige einzelne Tierärzte, die vielleicht erreichbar sind, aber man müsste alle durchtelefonieren und die meisten haben keine Assistenz und könnten keine Magendrehung operieren. Unsere einzige Klinik ist inzwischen an einigen Tagen auch nachts wegen Personalmangels nicht besetzt und es wird noch schlimmer. Denn der alte Klinikleiter wird irgendwann auch weg sein. Was dann?? Wie ist das bei Euch? Hat sich die 24-Stunden-Erreichbarkeit für Notfälle auch so drastisch verschlechtert? Kann man dann überhaupt noch einen Molosser guten Gewissens aufnehmen? Man kann ja wohl kaum selbst den Hund schon "abgasen"... mit Spritze in den Bauch... und selbst wenn, ob das reicht bis man nach über 60 Minuten in der nächsten Klinik ist? Und dann dort vermutlich auch nicht der einzige Notfall? |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Gleiche Situation im Rheinland. Selbst normale Sprechzeiten am Samstag gibt es kaum noch.
Grund ist akuter Personalmangel. Wie in allen Servicebereichen, wurde auch in der Tiermedizin der Nachwuchs ausgebeutet und miserabel bezahlt. Jetzt haben wir als Tierbesitzer die Quittung…. Leider |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Ich habe es GsD nicht weit. Ob das aber im Ernstfall das Leben meines Hundes rettet, weiß ich nicht. Die so selten gewordenen Notdienste sind natürlich auch entsprechend hoch frequentiert.
Ich hoffe auch, es nie in Anspruch nehmen zu müssen |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Diese Gedanken hab ich auch.
Unsere nächste Klinik ist 35 KM entfernt, aber auch die sind schon manchmal überlastet. Die anderen 2 sind noch etwas weiter weg, schicken aber wegen Überlastung auch schon dringende Fälle weg Die Aussichten sind düster. Für mich kommt allerdings aus anderen Gründen kein großer Hund mehr ins Haus, ich möchte nur noch Hunde die ich zur Not nach Hause tragen kann. |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Bei uns kommen auch nur noch „tragbare“ Gewichtsklassen ins Haus
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AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Hab gerade nochmal geschaut. Es sind bei uns 150 km, also 90 Minuten Anfahrt bis zur nächsten Klinik. Das überlebt kein Hund mit einer MD.
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Bei uns ist im Notfall auch nur weiter weg jemand zu erreichen.
Die Notdienste wechseln sich am Wochenende ab und da sind nur kleine Praxen da. |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Ich habe gerade gestern von einer befreundeten Tiearzthelferin gehört, dass das Veterinäramt hier einen Notdienst organisieren will. Daran sollen sich alle Tierärzte beteiligen, egal, ob die dafür geeignet sind oder nicht. Z. B. Tierärzte ohne wichtige Ausstattung (Röntgen, Ultraschall, Labor und Assistenz). Oder eine Tierärztin, die nur TCM macht, also nicht mal eine Minimalpraxis hat. Bei einem echten Notfall stirbt der Hund so auch! Z. B. bei einer MD, da nutzt so ein Notdienst gar nichts. Ich werde einen Brief an den einen Vet schreiben und den Vorschlag machen, dass die Nottierärzte ohne ausreichend Aussstattung im Falle eines Notdienstes die Praxen mit aurreichender Ausstattung nutzen müssen. Ist halt versicherungstechnisch und auch vom menschlichen her sicherlich schwierig. Aber was nutzt ein Tierarzt, der mangels Equipment nicht helfen kann??
Vermutlich bringt mein Brief nix, aber ich möchte es versuchen. |
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Das ist wirklich ein Problem und ich bin "froh" keinen Hund mehr zu haben, bei dem das Risiko einer Magendrehung relativ hoch ist.
Unsere Haus-TA hat ihre Praxis direkt um die Ecke und hat meist ihre Kollegin da (wenn nicht gerade eine von ihnen in Urlaub ist). Ich hatte auch mal gefragt und die können Magendreher operieren. Da Notfälle aber gerne außerhalb der Sprechstunde passieren und es in Bonn einen Notdienst gibt, müsste ich dort erst mal nachfragen, ob die jeweilige Praxis darauf ausgerichtet ist (in einigen größeren Praxen sollte das kein Problem sein). Andernfalls haben wir ein "Tiergesundheitszentrum" in gut erreichbarer Nähe - gut 15 Minuten entfernt, die z.B. erst kürzlich einen Kromfi aus unserem Bekanntenkreis mit geplatztem Milztumor gerettet haben. Die nächste empfehlenswerte Tierklinik ist dann schon wieder gut 45 Minuten entfernt. Das kann dann unter Umständen schon zu spät sein. :( Grüßlies, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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Ich habe ihm dann - um Luft ringend - gesagt, was er mir alles in welchen Dosierungen spritzen musste. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte ich das nicht mehr gekonnt! Mein Mann hätte das nämlich auch nicht gewusst. Danach habe ich einen Zettel mit Anweisungen an die Wohnzimmertür gepinnt. :hmm: Im tierärztlichen Notdienst hatte ich übrigens mal eine Tierärztin, die ihr Pendel auspackte, als ich mit meiner Ratte ankam. DIE Fahrt hätte ich mir also auch sparen können! Grüßlies, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Hallo Grazi, Du hast doch aktuell 3 große Molosser(mixe), oder?? Wieso meinst Du, dass das Risiko bei den drei nicht hoch ist??
Ich habe ja aktuell einen Mastino-DSH-Mix und eine kleine Terrier-(Petit-Basset-Griffon-)Mix-Hündin, dennoch habe ich eine Riesenangst, immerhin hatten bereits 3 Molosser vorher eine MD. Bei der Luxussituation, die Ihr habt, wäre ich allerdings auch viel entspannter. Ich frage mich manchmal, warum manche Tiermedizin studieren, wenn sie weder zu Nacht- noch zu Wochenenddiensten bereit sind. Das scheint nämlich das Hauptproblem bei der Notversorgung zu sein, dass die Tierärzte das nicht mehr machen! Stellt Euch vor, ein Polizist oder eine Pflegekraft hätte eine solche Einstellung.... wobei meine Mieterin ja Pflegekraft ist und keine Nachtdienste übernimmt... ist ja auch im Humanbereich wohl ein immer größer werdendes Problem. |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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Ich kann diesbezüglich aber auch wirklich etwas entspannter an die Sache rangehen, weil wir hier im Bonner Raum tierärztlich deutlich besser aufgestellt sind als in einigen anderen Regionen.... außerdem hatten wir bislang nur eine MD bei Demona, unserer bislang größten Hündin (83cm und 65 kg)... und sie hat nicht nur die OP, sondern auch die folgenden kritischen Tage gut überstanden. Von daher bin ich diesbezüglich nicht massiv "traumatisiert". Ach ja.... lies mal diesen Artikel: https://www.tierarzt-rueckert.de/blo...dul=3&ID=21256 Das ist einer der Gründe, warum einige TAs keine "Lust" mehr auf Notdienste haben. Und ich kann das aus meinem TA-Kreis nur bestätigen. Grüßlies, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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Aber das Problem einer Magendrehung ist mit das kleinste, was mir bei der Molosserhaltung Sorgen macht. Das ist ein Akutproblem, was im besten Fall niemals vorkommt. Was ist mit der losen Haut, die für Entzündungen sorgt? Die kaputten Knochen und Gelenke? Das immer größer, immer schwerer? Das schwache Bindegewebe? Die meist stark ausgeprägte Brachycephalie? Die kurze Lebenserwartung? Und diverse andere Krankheiten die bei diesen Rassen wirklich sehr gehäuft auftreten? Damit quälen sich die Hunde oft ihr Leben lang, 24/7. Das ist weniger schlimm, als eine (hoffentlich nie vorkommende) Magendrehung? Ich finde diese Frage "Kann man dann überhaupt noch einen Molosser guten Gewissens aufnehmen" sollte man sich ganz grundsätzlich stellen. Ich kann das - vom Züchter - keinesfalls mehr mit gutem Gewissen vereinbaren. Und auch bei Nothunden tue ich mich persönlich schwer, dieses Leid (was leider allzu viele gar nicht sehen, schön reden usw.) täglich zu ertragen, weswegen es hier vermutlich keine Molosser mehr geben wird. Ganz unabhängig der Klinik-/Notdienstsituation. Zitat:
Aber ich finde du urteilst da extrem hart. Es geht um einen wirklich eklatanten Personalmangel. Die Tierärzte sind oft von morgens bis abends auf den Beinen, dann können sie nicht noch nachts arbeiten. Auch diese Berufsgruppe hat mal eine Auszeit, Freizeit, Zeit zum Durchatmen verdient. Abgesehen von Ausnahmen, ist der Beruf des Tierarztes und der Helfer nicht gerade gut bezahlt. Trotzdem schieben sie nicht selten 60-80h Wochen, sind Tag und Nacht erreichbar, sehen viel Leid, stellen ihr Leben immer wieder zurück für Notfälle. Das geht nicht. Das kann man nicht erwarten und auch noch mehr fordern. Nicht umsonst gehört der Beruf Tierarzt zu denen mit der höchsten Selbstmordrate. Da muss ein Umdenken her. Bessere Bezahlung, mehr Personal, größeres Netzwerk. Ab dem 01.08.(?) steigt die GOT. Auch das macht mir Bauchschmerzen, weil die Behandlungen teurer werden. Aber es ist bitternötig. Vielleicht wird es dann wieder langsam besser. |
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In Scottis Link steht:
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Ansonsten bin ich da schon sehr bei Sanny. Es ist ein Unding, was insbesondere in der Molosserzucht passiert und welche Einschränkungen / Erkrankungen / Folgeschäden bewusst in Kauf genommen werden. Von daher war es für mich nie eine Option, einen Hund vom Züchter zu kaufen. Und ja...auch meine Nerven und meine Belastbarkeit sind nicht mehr die besten, nach allem was wir mit unseren (vielen) Hunden erlebt haben. Da ich mir aber nicht ständig Uralt- und/oder Hospizhunde aus dem Tierschutz hole, habe ich glücklicherweise immer mal wieder längere Phasen, in denen wir lauter gesunde und fitte Hunde haben. Das gibt mir die Kraft weiterzumachen. Und ganz ehrlich? Andere Rassen/Mischlinge sind auch nicht unbedingt gesünder und machen ihren Menschen teilweise arge Sorgen. Eine Garantie gibt es nun einmal nicht... und da ich ohne Hund nicht leben mag, bleibt es weiterhin bei den "Molosserchen". Grüßlies, Grazi |
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Hat also auch viel mit Glück zu tun, die ich nicht habe. Sieht man ja auch an den kleinen Terrier-Petit-Basset-Irgendwas-Mix mit dem bösartigen Tumor im linken Ohr, der chronischen Ohrentzündung beim rechten Ohr un den kaputten Knochen... Ich dachte auch, es kann nur ein Molosser sein. Seit meinen kleinen "Pflegehunden" ist das anders. Bin ja nun zum 2x von 3 Versuchen zum Pflegestellenversager geworden. |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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Mir ist auch klar, dass mir das auch passiert wäre, wäre es kein Molosser gewesen..... Grüßlies, Grazi |
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Ob es die Notsituation wirklich verbessert werden wir sehen. Vermutlich nicht allein. Aber es schafft eine erste Grundlage für Verbesserungen. Ich persönlich zahle lieber mehr, damit meine Tiere im Notfall (und auch sonst jederzeit) fachlich gut ausgebildet, ausgeschlafen und mit modernen Equipment behandelt werden, als dass ich da spare und jemanden abbekomme, der seinen Job vollkommen übermüdet, ausgelaugt (einfach überarbeitet wegen viel zu langer Tage) mit veralteten Equipment und mittlerweile ohne Freude und Hingabe ausführt. Dafür nehme ich auch gern in Kauf, dass Tierhaltung zu einem Luxusgut wird. Denn ganz ehrlich, so ein Tier kann verdammt teuer werden, gerade beim Tierarzt. Und wenn ich dann nicht das nötige Geld habe um es zu versorgen, bin ich für viel Leid verantwortlich. Dann lieber kein Tier, oder eben sehr gut versichert, was aber auch wieder kostet. Hier wird es auch sehr wahrscheinlich nie wieder so viele Tiere wie jetzt geben. Zitat:
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Hier vielleicht auch nochmal ein ganz interessanter Link dazu:
https://bundangestelltertieraerzte.d...-got-des-bmel/ |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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Grüßlies, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
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Hab's gerade nur überflogen, werde den Artikel aber noch die Tage in aller Ruhe aufmerksam durchlesen. Vielen Dank, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
@Sanny. Die GOT ist seit 20 Jahren gleich? Das ist seltsam. Fast alles beim TA hat sich ziemlich verteuert in den letzten Jahren. Man müsste echt seine alten Rechnungen rauskramen und direkt vergleichen... Im Kopf habe ich jetzt z. B. Kastrationen und Krebs-Bestrahlungen oder Zahnsanierungen. Vor einigen Jahren waren 100 - 200 Euro normal für Zahnsanierungen und jetzt liegen wir bei 400 Euro. Klar, man müsste immer die Einzelrechnungen vergleichen, um es exakt beurteilen zu können. Zahnsanierung ist nicht gleich Zahnsanierung.
Ich glaube auch nicht, dass die Mehreinnahmen den angestellten Tierärzten zu gute kommen werden oder den Tierarzthelferinnen, sondern den Praxisinhabern, die immer öfter keine Tierärzte mehr sind, sondern irgendwelche Ketten (evidensia und co). Wie in vielen Bereichen, gibt es vermutlich auch bei Tierärzten große Verdienstunterschiede. Ich kenne einen Fachtierarzt ca. 55 Jahre, der mehr als ein halbes Dutzend Oldtimer in der Garage stehen hat, der sowohl Praxis als auch Privathaus abgezahlt hat, mehrmals im Jahr für einige Wochen Luxusurlaube macht. Seine Tierarzthelferinnen werden besser bezahlt, als in anderen Praxen, sonst wären zwei von ihnen schon lange nicht mehr dort. Der Klinikleiter der einzigen richtigen Klinik nagt auch nicht am Hungertuch, hat ein Ferienhaus in Frankreich und weiteres, was sich ein Durchschnittsverdiener nicht leisten kann. Dabei sind seine Rechnung noch sehr moderat im Vergleich zu anderen. Vermutlich sind dort die Angestellten extrem unterbezahlt... nur wundert es mich, dass eine seiner Tierarzthelferin bereits seit 20 Jahren dort ist, obwohl sie mit Handkuss bei vielen anderen Praxen genommen würde. Fazit: es ist ganz schwer für mich von der anderen Seite, die Situation realistisch zu beurteilen. Für mich ist es einfach so, dass ich inzwischen massive Probleme habe, die Tierarztkosten noch zu stemmen. Gerne hätte ich meine kleine Terrierhündin krankenversichert (sie kam im Januar im Alter von ca. 10 Jahren. Obwohl viel Terrier in ihr steckt, ist sie nicht gesund: Ohrentumor, chronische Ohrentzündung, kaputte Gelenke, kaputter Rücken. Natürlich bekomme ich keine sinnvolle Krankenversicherung mehr. Ich bin halt so blöd, immer die alten und kranken Tierschutzhunde zu nehmen oder zu "erwischen". Ich denke, es wird in Zukunft sehr viel mehr eingeschläfert werden, weil die Tiearztkosten weder für die Privathalter und schon gar nicht für die Tierheime bezahlbar sind. Die Situation spitzt sich derzeit in den Tierheimen schon zu. Es kommen immer mehr kranke Tiere, weil die Leute sich den Tierarzt nicht mehr leisten können oder wollen. Und solche Tiere werden immer weniger vermittelbar sein. |
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Vor einiger Zeit habe ich mich mit einem Tierarzt unterhalten. Er sagte, dass ca. 90% aller Personen, die Tiermedizin studieren, Frauen sind. Aber dass diese oft nach Abschluss nie als Tierärztinnen arbeiten. Aus seiner Sicht gibt es auch deshalb so einen großen Tierärztemangel. Er sprach aber nicht davon, dass die eigentlichen Ursachen eventuell der schlechte Verdienst ist...
Eine andere Tierärztin schilderte mir vor Jahren die Situation in England. Sie hat dort mehrere Jahre gearbeitet. Sie sagt, dort seien fast alle Hunde (und Katzen) krankenversichert. Die Tierarztkosten seien dort auch viel höher. Aber durch die Versicherung kein Problem für die Tierhalter. Das ganze System ist dort anders. Keine Ahung, ob die beiden Recht haben, aber es sind interessante Aussagen. |
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für das 1. Halbjahr 2022 liege ich bereits bei über 5000 € Tierarztkosten. Wenn Olli doch an seiner PDA operiert werden muss, sind es alleine für die OP 4000 - 6000 € (wenn nicht sogar mehr, wenn die GOT sich bis dahin bereits geändert hat). Bei Olli gibt es eine Krankenversicherung. Wenn ich Pech habe, weigern sie sich zu zahlen, weil eine PDA angeboren ist.... so oder so ähnlich geht es seit Jahren. Alle Tiearztrechnungen aufsummiert bin ich inzwischen 6stellig! Nur Tierarztkosten und das, obwohl ich immer nur 2 Hunde hatte (o.k., noch einige Kleintiere)
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Bei uns gibt es einen Tierarzt der Notdienst hat, er ist keine 10 km entfernt.
Hört sich gut an aber als Calle seit Stunden in seinem Epileptischen Anfall lag und ich um die Erlösung bat wurde es abgelehnt mir zu helfen. Grund...Corona....aber zu Pferden würden sie fahren, daß wäre etwas anderes! Die nächste Klinik für mich wäre in Lüneburg und da fahre ich über eine Stunde hin. Mir graut davor wenn Paul mal außerhalb der Sprechstunde einen Notfall hat! |
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Verwundert, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Ich wurde damals mit Ben, unserem Neufi-Mix, auch vom Notdienst nach Hause geschickt. Der Haustierarzt soll ihn doch an Morgen erlösen. Ben war stolze 16,5 Jahre alt und hatte an dem Abend einen Herzinfarkt. Er hatte bereits Wasser in der Lunge und Kammerflimmern, er lief aber selbstständig und wedelte noch mit dem Schwanz. Er stand dann die ganze Nacht, weil er keine Luft bekam sobald er sich hinlegte. So ein tapferer Toller. Am Morgen wurde er direkt erlöst und starb schon von der Beruhigungsspritze.
Meine Tierärztin war schockiert und bezeichnete es schon als Tierschutzwidrig, der Notdienst behauptete gedacht zu haben es wäre in meinem Sinne. Also eigentlich nichts erreicht |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Ach, du heilige Sch***! :schreck:
Ich dachte, so was müsse ein absoluter Einzelfall sein, aber soooo groß ist die MoFo-Community ja nicht mehr und dann ist schon zwei Fories (und ihren armen Hunden) so was Schreckliches passiert! Kopfschüttelnd, Grazi |
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Es sei jedem TA überlassen aber man wolle sich informieren und den Vorfall prüfen. Eine Antwort habe ich nie erhalten.:boese1: |
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Grüßlies, Grazi |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Hier ist auch noch ein Bericht der einige der von mir angesprochene Themen beinhaltet. Bei zu groß und zu schwer trifft es ja oft um Molosser...
Qualzucht und Übertypisierung: Das schwere und kurze Leben der übergroßen Hunderassen |
AW: Was tun bei Magendrehung ohne tierärztlichen Notdienst??
Den Bericht habe ich auf FB gelesen. Und ja das ist furchtbar, hat aber mit Magendrehung bzw diesem Thema hier nichts zu tun, denn daran ist keiner der 3 Hunde verstorben.
Diese Hunde waren schon im Welpenalter krank, der eine Rüde komplett übertypisiert (Halswamme abnorm vergrößert was die Vorderbeine belastete und ein Gewicht von 120Kilo). Das sind aber extreme und GsD nicht die Regel. Das weiß auch Annette (Conner) hier aus dem Forum zu berichten. Es sind im übrigen nicht nur die Molosser betroffen. BXen sind GsD nicht so übertypisiert, aber auch da gibt es natürlich Probleme, wie bei fast allen Hunderassen. DIE gesunde Rasse gibt es nicht mehr. Aber vielleicht sollten wir dazu mal ein neues Thema aufmachen, denn hier ist es OT. |
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