Eine Unfruchtbarmachung primär wegen der "Sauerei" bzw. wegen menschlicher Bequemlichkeit ist IMHO selbst eine Sauerei!
Bei gemischgeschlechtlicher Haltung, bei vorhandener medizinischer Indikation, bei Bedenken wegen potentieller gesundheitlicher Probleme kann ich diesen Eingriff verstehen und nachvollziehen, mehr aber auch nicht.
Außerdem sollte man sich bitte vorher informieren, was man da eigentlich mit seinem Hund anstellt... und es ist mir unverständlich, warum man den Unterschied zwischen einer Sterilisation und einer Kastration nicht kennt, wenn man sein Tier schon operieren lässt.
Bei einer Sterilisation werden lediglich die Ei- bzw. beim Rüden die Samenleiter durchtrennt.... was für die Hündin bedeutet, dass sie weiterhin läufig wird und blutet. Allerdings kommen die fruchtbaren Eier dann nicht an, wo sie eigentlich hingehören. Emma ist also
nicht sterilisiert, sondern
kastriert worden, genau genommen ist lediglich eine Ovarioektomie (Entfernung der Eierstöcke) vorgenommen worden.
Bei einer "richtigen" Kastration werden Eierstöcke
und Gebärmutter entfernt (-> Ovariohysterektomie). Dann muss man in Zukunft auch keine krankhaften Veränderungen der Gebärmutter befürchten.
Frühkastrationen sind ein Thema für sich. Ich hätte mich allerdings vor dem Eingriff erkundigt, ob es negative Seiten gibt. Und ja...es
gibt welche! Ich jedenfalls würde eine Kastration niemals vor der ersten Läufigkeit durchführen lassen.
Grüßlies, Grazi