Wie stark belastet ihr eure Molösserchen körperlich? - Molosserforum - Das Forum für Molosser
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  #1 (permalink)  
Alt 25.02.2014, 07:54
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 10.04.2007
Beiträge: 18.469
Standard AW: Wie stark belastet ihr eure Molösserchen körperlich?

Zitat:
Zitat von Bonsai Beitrag anzeigen
Aber macht es wirklich Sinn seinen Mollosser vorsorglich so zu verpacken, wo doch so vieles dadurch hätte verhindert werden können, dass der Hund gute Muskelmasse aufgebaut hat und seine Bänder und Sehnen gut 'trainiert' hat und dabei nicht zuviel Gewicht mit sich herumschleppen musste?
Ich finde die züchtersiche Grenze muss dort sein, wo das Hundeleben aus phänotypischen Gründen kein Hundeleben mehr sein darf!

Ab da beginnt Qualzucht.

Wenn ich Muskeltraining BRAUCHE, damit die Muskeln anstelle von Bändern und Sehnen irgendwas zusammenhalten, KANN das meinem Empfinden nach ebenfalls nicht die Alternative sein.

Ich fall ja auch nicht auseinander.

Ich blicke weiter zu den "Pizzahunden": Verwilderte Haus- und RASSEhunde, die mehr oder weniger auf sich allein gestellt in der Toskana im Wald leben (gefüttert werden).

Bewegung: 2 x 1/2 Stunde pro Tag, wird das Revier abgeschritten.


Sind wir da nicht sehr nah an dem was Blue schreibt?
Oder sind die (Pizza-)Hunde verrückt, weil sie trotz der mangelnden Auslastung keine "Auffälligkeiten" zeigen? Können die solange alleine bleiben?
Gehen die nicht zum Hundeplatz? Nasenarbeit? Geistige Auslastung?

Selbsthilfegruppe?

Wir machen nebenbei auch nichts anderes. Bei den Spaziergängen stehen dann aber die Hunde auch im Mittelpunkt. So wie man das kennt. Stöckchen schmeissen, Leckerchen verstecken. Zwangsläufig hier und da Fußlaufen.

Ich bleib dabei: Wenn ich mir keinen Leistungssportler ranziehe, freut Hund sich, wenn er mal rennen kann.

Wie der Bürohengst, der sich nach dem Joggen "irgendwie" besser fühlt.
Endorphine.

Und klar sind junge Hunde quierliger! Sind die Kinder von meinen Freunden auch. Während die "Erwachsenen" spazieren, ist bei den Kids Vollalarm!

Normal? Oder vermenschlicht?

Bin etwas vom Thema ab!
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  #2 (permalink)  
Alt 25.02.2014, 10:18
Benutzerbild von Louis&Coco
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Standard AW: Wie stark belastet ihr eure Molösserchen körperlich?

Zitat:
Zitat von Peppi Beitrag anzeigen

Wenn ich Muskeltraining BRAUCHE, damit die Muskeln anstelle von Bändern und Sehnen irgendwas zusammenhalten, KANN das meinem Empfinden nach ebenfalls nicht die Alternative sein.

Ich fall ja auch nicht auseinander.
Gutes Zuchtmaterial eben deine Eltern...

(...eine Freundin von mir hat kaputte Hüften-von Geburt an, also erblichbedingte HD ...mit knapp über 30 läuft sie nun rum wie ein altes Mütterchen und es wird bereits über eine Operation nachgedacht......da sie Hundehalterin ist -und meinen Humor kennt- brachte ich sie mit meinem Kommentar von wegen "...deine Mutter hätte man aus der Zucht nehmen sollen..." als sie es mir erzählt hat, wenigstens zum Lachen...)

Meine Hunde mögen zwar aus Sicht eines Hundesportlers Couchpotatoes sein (obwohl nur eine wirklich auf die Couch darf ), aber ich bin einfach auch der Meinung man sollte alles mit Maß und Ziel tun.
Wir trainieren nicht wirklich was extra, sondern achten schlicht darauf verschiedene Untergründe (Wald , Wiese, Asphalt, Schotter), Steigungen, Hindernisse (Baumstamm balancieren, Bänke, Felsen,...), Gegenden (Flachland, Hügel, Ufer), Spielchen, etc. bei unseren Spaziergängen zu haben.
Wir gehen jeden Tag mindestens eine Runde im Wald auf Wurzelwegen spazieren, was allen in Bezug auf ihr Gleichgewichtsgefühl und sicher auch dem Aufbau von Muskeln und Sehnen gut tut. (Muskeln und Sehnen, die bei monotonem Training wie neben dem Rad herlaufen, vielleicht nicht so ausgeprägt sind... Was nützt mir ein auftrainierter Langstreckenläufer, der sich z.B. beim Treppenabsteigen eine Sehne zerrt...)
Wichtig auch: Vor Wurfspielen mit uns müssen sie aufgewärmt sein, da die Mädels zeitweise etwas übermotiviert dem Spielzeug hinterherjagen, aber das sollte für jeden Hundehalter selbstverständlich sein...

Coco bekommt ohnehin meist eine "Extrabehandlung", weil sie die einzige ist, die mehr braucht. Sie liebt Apportier-und Suchspiele -und die bekommt sie auch. Da ich allerdings nicht will, dass sie jedesmal Vollgas zu ihrem Objekt der Begierde hinprescht und jedesmal sehr abrupt abbremst, wird einfach etwas Abwechslung ins Spiel gebracht. Ein paar -aus unserer Sicht - Gehorsamkeitssübungen wie erst loslaufen wenn ich es sage (wahlweise aus Sitz, Platz oder Steh), auf der Stelle bleiben während Frauli 15m weitergeht und erst dann wirft (Frauli hat keinen sehr ausgeprägten "Wurfarm" ), das Spielzeug verstecken (Hundi ist leider viel zu gut im Suchen und Frauli muss sich jedesmal aufs Neue was gefinkeltes ausdenken...) oder auch einfach während sie das Spielzeug trägt fallen lassen und ein ganz schönes Stück weitergehen bis sie es sich wieder holen darf (bei der Gelegenheit kann man sehr gut "Fuß" gehen üben...)...
Mittlerweile ist sie auch ein Frisbee-Profi und fängt das Ding beinahe während dem Laufen aus der Luft, sofern Herrli es schön langsam und flach wirft...(dabei sind sie beide schön beschäftigt...)

Lieber kürzer 'leben' als lange als 'Couchpotatoe'...:
Nunja, ich denke richtige Faulpelze leben auch nicht unbedingt länger, denn wie sagt man so schön-wer rastet, der rostet...

Als wir vor einem Jahr Suzie als Pflegehund zu uns holten, hatte ich mich tagelang in die "Materie dreibeiniger Hund" eingelesen. Auf der ersten Internet-Seite stand gleich zu lesen man könne/dürfe einem Dreibein noch nicht einmal 2-3 Stufen zumuten, keine Spiele welche die Gelenke belasten könnten, und und und...
...das klingt ja erstmal ganz logisch und vernünftig, aber erzähl' das mal einem AmStaff-Dreibein!
Um es abzukürzen-sie darf. Sie darf ab und zu kurz dem Spielzeug hinterher -mehr als 3 bis 4x braucht sie eh nicht, damit ihr Schlecker am Boden hängt (SIE würde natürlich laufen bis er blau ist...)- und öfters als mir lieb ist hüpft sie auch mal die Treppen runter -dabei hüpft sie allerdings mit allen dreien gleichzeitig und mit Schwung, so dass es eigentlich recht geschmeidig aussieht ...
Desweiteren ist sie auch teilweise mit uns quer durch den Wald/Wiese/Ufer unterwegs über Stock und Stein und sie liebt es! Also warum sollten wir sie davon abhalten...


Zum Thema Pizzahunde-Aktivitäten:
...würden unsere ihre Tage fast ausschließlich im Garten verbringen, denke ich würden sie gerade mal von 'sonnebraten' zu 'schattenliegen' wechseln-und das ständig den ganzen Tag über. Maximal mal 10 Minuten spielen oder etwas am Zaun "Vorbeigehendes" verjagen...und dann wieder Sonne/Schatten/Sonne/Schatten/...
...oder auch mal einen Baum fällen, aber sonst würden sie die meiste Zeit chillaxen...
__________________
Lg Agnes+Drei-bis Vierbeiner
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