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  #1 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 07:41
Benutzerbild von Ronja
 
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Standard niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Hallo Ihr Lieben

ich habe in der Suchfunktion kein Thema darüber gefunden...

Der Bullmastiff z.B. soll eine hohe Reizschwelle haben...steht auch in Büchern.
Sicher ist es auch von Hund zu Hund unterschiedlich, die Erfahrungen, was der Hund im Leben so mit gemacht hat und Erziehung spielen sicherlich auch eine Rolle.

Mich würde mal interessieren welche Hunderassen eine niedrige oder hohe Reizschwelle haben, also was über diese und jene Rasse ausgesagt wird und was Ihr unter Reizschwelle versteht?

Inspiriert wurde ich durch die Aussage von Marion in einem anderen Thema:
"Da war z. Bsp. ein Border-Collie, ein Hund der meist eine niedrige Reizschwelle hat."

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  #2 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 08:11
Benutzerbild von Scotti
Sabberfaden Bändigerin
 
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Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Das interessiert mich auch.
Es sind ja immer wieder die Rottis die in den Zeitungen stehen, haben die eine niedrigere Reizschwelle, machen die Besitzer sie scharf, oder passiert es bei ihnen wenn man nicht gut den Rudelchef miemt und zu lasch ist.
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  #3 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 13:57
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Reizschwelle interpretiere ich als den punkt an dem ein hund seine geduld ,beim menschen wáre es wohl starke od. Schwache menschen. D.American Bulldogs haben eine hohe.sind sehr geduldige hunde.
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  #4 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 08:12
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Ich habe gehört (kenne zwei) und auch in meinem Hunderassenbuch gelesen dass Dobermänner eine niedrige Reizschwelle haben sollen. Wir haben ja einen Mastiff der eine sehr hohe Reizschwelle (hat er überhaupt eine?) hat, und so steht es auch in meinen Büchern...
Dann hatten wir ja Huskies die auch überhaupt nicht aggressiv sein dürfen. Früher wurden die aggressiven Tiere sofort getötet und auch unsere Hunde hatten auch eine sehr hohe Reizschwelle. Bei anderen Hunderassen wäre es reine Spekualtion und auf Einzelfälle bezogen...
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  #5 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 09:03
Benutzerbild von BX-Isabell
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Also ich kann nur für ein paar Hunderassen sprechen,wobei es sich ja um Individuen handelt.
Meine Rottis hatten alle beide eine hohe Reizschwelle,wobei die Hündin als erstes anfing und der Rüde weiter oben einsetzte.Aber wenn diese überschritten war,dann,na ja reden wir nicht davon.
Meine beiden Sabberbacken,haben eine hohe Reizschwelle,aber auch nicht das Nervenkostüm eines Rottis.Das heisst das sie sich schneller aus der Ruhe bringen lassen.
Ich kenne Schäferhunde die eine niedrige Reizschwelle hatten,aber dann auch wieder schnell und ohne Probleme abrufbar waren.
Ich kenne auch ein paar Schwarz Russische Terrier,die aus der Osteuropäischen Zucht,diese waren durch die Bank viel schneller reizbar,die 2 die ich aus Deutscher Zucht kenne,sind eher mit einer mitleren und hohen Reizschwelle ausgerüstet.
Ich denke das die Gene der Eltern wichtig sind,aber das sich auch die ersten 8 Wochen beim Züchter sehr prägend auf die Reizschwelle auswirken.
Wie gesagt meine Rotti Hündin kam aus keiner Leistungszucht,und wurde normal geprägt am Anfang.Mein Rüde kam aus einer Leistungs und Kör Zucht,und wurde sehr sehr gut von der Züchterin geprägt.Bei dem konnte eine bombe neben einschlagen und der hat sich nicht gerührt,meine hündin hätte da schon einen Schritt zur Seite getan.Aber ich denke dies fällt eher unter die Kategorie Nervenkostüm.Allerdings hängt dies damit zusammen.Ein Nervenfester Hund hat in der Regel eine viel höhere Reizschwelle.
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  #6 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 10:35
Marion
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Hallo Ronja,

da du ja durch meine Aussage zu diesem Thread inspiriert wurdest muß ich ja was dazu schreiben

Also ich gehe davon aus, daß es normalerweise rassebedingt hohe oder niedrige Reizschwellen bei Hunden gibt.

Ich denke , daß es damit zu tun hat für welche Aufgabe eine Hunderasse ursprünglich gezüchtet wurde.

Also ich drücke mich vielleicht nicht so fachmännisch aus und man verzeihe mir.

Ich denke z. Bsp. beim Border-Collie, daß er sehr auf Beutetrieb gezüchtet wurde und eben auch darauf sehr schnell auf alles um ihn herum zu reagieren.

Er ist ja einer der rasantestens Hütehunde.

Und dann sehe ich daß ja fast alle Rassen, vor allem die die in Mode geraten sind, ohne die entsprechende Auslese vermehrt wurden und daß es gerade bei Hunden , die eben diese sogenannte niedrige Reizschwelle haben, vermehrt auch nervöse Hunde gibt.

Wobei ich nervös wohl auch tlw. mit einer niedrigen Reizschwelle gleich setze.

Wenn man z. Bsp den Dobermann mit dem Rottweiler vergleicht, dann ist der Dobermann meist sensibler aber auch manchmal nervös.
Der Rotti ist meist etwas ruhiger und gelassener und selten habe ich ein nervöses Exemplar gesehen.

Ich denke daß es schon große Unterschiede macht welcher Rasse ein Hund angehört.
Wobei bei einer ordentlichen Zucht gerade auf die Fehler geachtet wird, die durch das gewollte Wesen enstehen können und diese Hunde dann nicht zur Zucht zugelassen werden.

Aber da es ja eben auch immer mehr Vermehrer gibt treten diese Fehler dann auch vermehrt auf.

Und es ist ja auch so, daß sich immer mehr Menschen Hunde nehmen die ursprünglich für eine Aufgabe gezüchtet wurden und die diese Hunde einfach schön finden und bei der Führung dieser Hunde nicht ihr Augenmerk auf das Wesen und den Umgang mit diesem Wesen achten.

Und eben auch Menschen, die bestimmte züchterisch gewollte Wesensveranlagungen nutzen um aus dem Hund ein angriffslustiges Tier machen um ihr Ego aufzupolieren.

Soviel fällt mir erstmal im ersten Moment dazu ein.

Grüßel Marion
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  #7 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 11:27
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 10.04.2007
Beiträge: 18.469
Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Ich glaube die Selektion darauf ist in den Hintergrund getreten, deshalb sind Aussagen zu ganzen Rassen heuer noch wenifer sinnvoll als früher.

Ich finde eine hohe Reizschwelle sollte bei allen Hunden zur obersten Zuchtmaxime werden. Insbesondere bei grossen und schweren.

Es werden ja nicht weniger Hundhasser...
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  #8 (permalink)  
Alt 14.11.2009, 11:49
Benutzerbild von BX-Isabell
Kaiser / Kaiserin
 
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Ort: Bayern
Beiträge: 955
Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Dem kann ich nur zustimmen!
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  #9 (permalink)  
Alt 17.11.2009, 21:01
Benutzerbild von Simone
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Zitat:
Zitat von Marion Beitrag anzeigen
Also ich gehe davon aus, daß es normalerweise rassebedingt hohe oder niedrige Reizschwellen bei Hunden gibt.

Hallo!

Ich muss mich Marions Worten anschliessen, empfinde diese Unterscheidung aber nicht als negativ. Einige hier scheinen damit das Aggressionspotential gleichzusetzen und das ist meiner Ansicht damit nicht gmeint. Somit ist es nichts schlimmes, wenn ein Hund eine niedrigere Reizschwelle hat. Ich denke, dass z.B. die für die Polizeiarbeit genutzten Rassen wie der Schäferhund, der Boxer, der Riesenschauzer etc. eine mittlere Reizschwelle haben (so wurde es mir auch mal erklärt) und dass das sehr wichtig ist. Dort braucht man Hunde, die gerne arbeiten, die notfalls auch schnell reagieren, die aber andererseits auch gut und schnell hören. Der Mastiff oder der Bullmastiff ist für diese Arbeit meiner Ansicht nach weniger geeignet, denn zum einen hört er nicht so schnell und perfekt, ist aber auch nicht so schnell in Action. Man muss sich einfach überlegen, was zu einem paßt. Schlecht ist keines von beiden und beides können total liebe und brave Familienhunde sein! (Wir hatten einen Boxer, der war toll zu uns Kindern und äussert friedlich).
__________________
LG Simone
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  #10 (permalink)  
Alt 18.11.2009, 00:51
König / Königin
 
Registriert seit: 05.08.2006
Beiträge: 651
Standard AW: niedrige Reizschwelle / hohe Reizschwelle

Ich hab hier die Tage sehr interessiert mitgelesen und glaube fast zu meinen, dass einige die Reizschwelle mit der Hemmschwelle verwechseln. Aber vielleicht liege ich auch komplett falsch.

Die BM's die ich besass, wie auch mein jetziger Mastiff und die Mastiff/Cane Corso Hündin reagierten oder reagieren sehr empfindlich auf äussere Reize, was aber nicht heissen mag, dass sie deswegen gleich eine Reaktion bei ihnen auslösen. Das wäre ja dann die Hemmschwelle, die notwendige Intensität einer Motivation, die ein empfangener Reiz veranlasst eine Aktion auszulösen.

Ein Beispiel: Gandalf liegt tagsüber irgendwo und schnarcht wie ein Weltmeister vor sich hin und reagiert auf nichts. Meint man zumindest. Wenn ich ihn aber genau beobachte, erkenne ich wie er auf Geräusche reagiert. Das kann z.B. Gespräche unter den Nachbarn sein, eine ungewöhnliche Geräuschkulisse eines Fahrzeugs oder auch ein weit weg bellender Hund sein. Es kommt sogar vor, dass er mit Atmen aufhört um besser zuhören zu können. Ich bin mir ganz sicher das es keine Schlafapnoe ist. Konnte er den Lärm zuordnen, verarbeiten oder verschwindet der Lärm wieder, schnarcht er weiter als ob nichts war.
Bei Nelly mach ich die gleichen Beobachtungen, nur dass sie etwas empfindlicher reagiert und dann auch mal den Kopf hebt um besser zuhören zu können oder die Geräusche besser orten zu können.
Wäre das denn nicht eine niedrige Reizschwelle mit einer hohen Hemmschwelle?

Bei Einbruch der Dunkelheit und in der Nacht sieht's dann anders aus. Da kann dann mal so richtig die Post abgehen wenn sich vor dem Grundstück fremde Personen aufhalten und nur die geringsten Geräusche von sich geben. Beide stürmen in den Garten und sorgen mit zwei drei Bellern und einigem Gebrummel dass die Leute freiwillig verschwinden.
Passiert aber nicht wenn z.B. Nachbars Töchterchen mit Freundinnen rumkichert und sich heimlich Zigaretten gönnen oder der Nachbar von der Spätschicht kommt.
Gandalfs Hemmschwelle sinkt aber auch zu Boden wenns ums Essen geht - bei einigen typischen Geräuschen aus der Küche kann er auch aus seinem vermeintlichen Tiefschlaf hochschnellen und in Nullkommanichts bei mir stehen.
Also in der Nacht ist die Reizschwelle immer noch tief, zugleich sinkt auch (teilweise) die Hemmschwelle, genauso wie beim Stillen einer seiner Grundbedürfnisse (fressen).

Ich bin der Meinung dass ein normaler und gesunder Hund eine niedrige Reizschwelle hat/haben sollte, die erst mit zunehmendem Alter oder infolge Isolation abnimmt.
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