Erziehung Molosser versus Labrador - Molosserforum - Das Forum für Molosser
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  #1 (permalink)  
Alt 05.12.2012, 12:42
Benutzerbild von Ronja
 
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Dein Labbi ist vielleicht daher schwieriger zu erziehen bzw. Du hast den Eindruck, weil er halt hippeliger als ein Molosser ist?
Hmm, aber doch bestimmt nicht sturer?

Die Labbis und Goldis die ich kennen gelernt habe, waren irgendwann alle Balljunkies, mir auch zu unruhig.
Aber sture habe ich nie erlebt.
Sie haben viel schneller als z.B. Ronja gelernt und ich hatte den Eindruck, auch sehr gerne gelernt.
Ronja musste man viel öfters motivieren als die Labbis.
Reagiert haben die Labbis auch mmer schnell und sofort, Ronja nur wenn sie meinte es lohnt sich bzw. wenn man es wirklich verlangte.
Aber irgendwie waren die Labbis immer wie aufm Sprung, hmm ich versuchs mal zu erklären aus meiner Sicht....also wenn ich Ronja sagte sie solle sich hin setzen dann hat es vielleicht länger als beim Labbi gedauert, aber dann saß sie irgendwann und das ruhig.
Der Labbi saß sofort aber war immer irgendwie aufgedreht wann es denn endlich weiter geht.

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Alt 05.12.2012, 12:55
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Zitat:
Zitat von Ronja Beitrag anzeigen
Die Labbis und Goldis die ich kennen gelernt habe, waren irgendwann alle Balljunkies, mir auch zu unruhig.
Zu Junkies werden sie gemacht!

Jagdhunde bringen Anlagen mit, die bei Auslösereizen "aktiviert" werden.

Die Grenze zur Handlungsbereitschaft sinkt, bei steter Konfrontation mit dem Auslösereiz, bis hin zur Sucht (deshalb ja auch Junkie... aber es ist so nieeeedlich, wie er immer wieder nach Dope... öhm, dem Balll fragt!).


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  #3 (permalink)  
Alt 05.12.2012, 13:07
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Ja stimmt Peppi, sie wurden zu Junkies gemacht...also die, die ich kannte.

Aber auch aus Hilflosigkeit der Halter heraus (meine Erfahrung) ...so wie, Hilfe wie soll ich diesen Hund nur auslasten und müde bekommen, der kann ja nicht genug kriegen.

Ja niedlich schrecklich wie sie nach dem Ball fragen, die wollten irgendwann gar nicht mehr mit anderen Hunden sein, sie wollten nur noch den Ball

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  #4 (permalink)  
Alt 05.12.2012, 13:09
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Zitat:
Zitat von ronja Beitrag anzeigen
aber auch aus hilflosigkeit der halter heraus (meine erfahrung) ...so wie, hilfe wie soll ich diesen hund nur auslasten und müde bekommen, der kann ja nicht genug kriegen.
q.e.d.
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Alt 05.12.2012, 13:24
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ohne ga 1998-2012
 
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Labbies und Goldies "retrieven", sie bringen (nach dem Schuss) zurück und jagen nicht. Jedenfalls ist das die Aufgabe, für die sie gezüchtet werden/wurden.
Meiner war weder ein Balljunkie noch hatte er Jagdtrieb, davon bringt meine zarte BX-Dampframme wesentlich mehr mit.

Ich kenne jemanden, der mit seinen Goldens arbeitet und der längere Zeit auch Arbeitsprüfungen gerichtet hat. Der hatte sich dann einen Golden aus einer reinen Arbeitslinie gekauft und er hat mal gemeint, das sei tatsächlich ein gewaltiger Unterschied zu den Showlinien und ungeheuer arbeitsintensiv. Ich gehe mal davon aus, dass er weiß, wovon er spricht.
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Bei Betrachtung der letzten paar Jahrtausende Menschheitsgeschichte drängt sich sogar die Frage auf, warum ausgerechnet die Hunde in der Öffentlichkeit an der Leine gehen und einen Maulkorb tragen sollen. (Juli Zeh)
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Alt 05.12.2012, 13:32
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Zitat:
Zitat von Dega Beitrag anzeigen
Labbies und Goldies "retrieven", sie bringen (nach dem Schuss) zurück und jagen nicht.
Nahezu alle Arbeitshunde entstehen/entstanden über züchterische Modulation des sogenannten Jagdtriebes, der sich in mehrere aufeinanderfolgende Sequenzen gliedern lässt.

Auch ein Hütehund "jagd". Genau wie der Retriever.
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Alt 05.12.2012, 13:48
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Aber die Retriever initiieren keine Jagdsequenz, also es fehlen eine Menge Teilschritte. Wie gesagt, Jagdtrieb hatte unser Goldie gar keinen, der hätte aber auch nicht retrievert. Die Nachbarslabbies sind aber (Katzen)jäger vor dem Herrn, und sie fangen auch selbstständig mit der Jagd an. Weiß nicht, wahrscheinlich gibt es, wie immer, individuelle Unterschiede. Das Delchen benimmt sich ein stückweit wie ein Labrador, vielleicht, weil sie zwischen lauter von denen groß geworden ist, also anbiedernd, aufdringlich, distanzlos ..., langsam wird es besser (hoffe ich), weil das raw model fehlt.
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Alt 05.12.2012, 14:03
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Zitat:
Zitat von Dega Beitrag anzeigen
Aber die Retriever initiieren keine Jagdsequenz, also es fehlen eine Menge Teilschritte. Wie gesagt, Jagdtrieb hatte unser Goldie gar keinen, der hätte aber auch nicht retrievert. Die Nachbarslabbies sind aber (Katzen)jäger vor dem Herrn, und sie fangen auch selbstständig mit der Jagd an.
Das ist dieses Missverständnis mit dem Triebbegriff.

Klar fangen Hunde das selber an. Aber deshalb "erzieht" man ja... und das zum richtigen Zeitpunkt (siehe hier die letzten HSH Film Links)... und mit "Jagdhunden" spielt man kein Bällchen, mit Packern zergelt man nicht, etc. pp. In den entsprechenden Phasen!

Denn das Verhalten wirkt "selbstbelohnend", Glückshormone werden ausgeschüttet, das Verhalten verfestigt sich... das hat Parallelen zu Sucht Verhalten...mit der Folge, dass Hund immer schneller und heftiger auf den Auslöser reagiert...

Die Bücher von der Frau Fet-Pet (was Claudia hier unlängst zum Kauf angeboten hat) und das letzte Grewe, gehen genau auf diese Thematik ein.

In der humanen Forschung laufen auch ganz interessante Ergebnisse, z.B. über die Folgen bei Kaiserschnitt-Geburten. Die Disziplin heisst Epigenetik (erlernt oder geerbt?).

In der Forschung werden unheimlich Gelder rausgehauen, weil das auch das "Neuromarketing" betrifft... also hauptsächlich wirtschaftliche Interessen...

Sehr, sehr interessant... also finde ich zumindest!
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Geändert von Peppi (05.12.2012 um 14:06 Uhr)
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Alt 05.12.2012, 19:51
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Standard AW: Erziehung Molosser versus Labrador

Zitat:
Zitat von Peppi Beitrag anzeigen
Das ist dieses Missverständnis mit dem Triebbegriff.

Klar fangen Hunde das selber an. Aber deshalb "erzieht" man ja... und das zum richtigen Zeitpunkt (siehe hier die letzten HSH Film Links)... und mit "Jagdhunden" spielt man kein Bällchen, mit Packern zergelt man nicht, etc. pp. In den entsprechenden Phasen!

Denn das Verhalten wirkt "selbstbelohnend", Glückshormone werden ausgeschüttet, das Verhalten verfestigt sich... das hat Parallelen zu Sucht Verhalten...mit der Folge, dass Hund immer schneller und heftiger auf den Auslöser reagiert...

Die Bücher von der Frau Fet-Pet (was Claudia hier unlängst zum Kauf angeboten hat) und das letzte Grewe, gehen genau auf diese Thematik ein.

In der humanen Forschung laufen auch ganz interessante Ergebnisse, z.B. über die Folgen bei Kaiserschnitt-Geburten. Die Disziplin heisst Epigenetik (erlernt oder geerbt?).

In der Forschung werden unheimlich Gelder rausgehauen, weil das auch das "Neuromarketing" betrifft... also hauptsächlich wirtschaftliche Interessen...

Sehr, sehr interessant... also finde ich zumindest!
ok, also du meinst zum jaglich geführten Labrador, dass er den Jagdtrieb ansich hat, ihm aber Teile der Verhaltenskette sozusagen ab-erzogen worden sind und nur das "Retrieven" verstärkt worden ist. Aber wo ordnest du dieses Verhalten, das ja eigentlich gar nicht Teil einer Jagdsequenz ist, ein?
Jagdsequenz definiert als: Wahrnehmen - Fixieren - Anschleichen - Hetzen - Packen - Töten - Fressen (oder so ähnlich). Der Vogel ist ja schon tot, wenn der Retriever losgeschickt wird (also kein Hetzen) und er soll ihn mit "weichem Fang" herbeitragen und nicht kaputtbeißen (also kein Packen/Töten/Fressen). Aber ich hab das Gefühl, ich habe dich da missverstanden.

Ich müsste mal den Kollegen mit dem "GR aus Arbeitslinie" fragen, ob dieser Hund im Vergleich zu seinen anderen einen übermäßigen Jagdtrieb hatte oder worauf genau da selektiert wird.

Kann man aus einem Molosser oder Pudel oder was auch immer einen Balljunkie machen? Die Prinzipien sind doch dieselben wie beim Jagdhund, Selbstbelohnung und entsprechend Verhaltensverstärkung? "Schlafen" Triebe und kann man sie "wecken"?
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  #10 (permalink)  
Alt 05.12.2012, 13:49
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Zitat:
Zitat von Peppi Beitrag anzeigen
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Die Grenze zur Handlungsbereitschaft sinkt, bei steter Konfrontation mit dem Auslösereiz, bis hin zur Sucht (deshalb ja auch Junkie... aber es ist so nieeeedlich, wie er immer wieder nach Dope... öhm, dem Balll fragt!).
Ja, wenn du deinen Hund zum Balljunkie umbaust.
Meine durften alle (dosiert) mit Bällen spielen und keiner war jemals ein Junkie.

Und Auslösereize bekommt ein normaler Hund auf einer normalen Gassirunde im Grünen normalerweise haufenweise...jedenfall bei uns hier. Gerade jetzt im Spätherbst wenn die Jäger wie bekloppt im Wald rumballern und das Wild in seiner Not u.a. in die Kulturlandschaft flieht...

Zumindest von wildscharfen LRs wurde mir schon (ganz stolz) erzählt. Schweissarbeit haben die selben auch gemacht mit LRs.
Vom GR weiß ich nicht viel - die Jagd betreffend.
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