Bitte um Hilfe beim Barfen eines Junghundes - Molosserforum - Das Forum für Molosser
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  #1 (permalink)  
Alt 10.05.2012, 21:25
Benutzerbild von Cira
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Bonsai Beitrag anzeigen


Warum ist es eine 'Weiterentwicklung', wenn man aufhört genau zusammenzustellen, was der Hund braucht?
Ich meinte mit "Weiterentwicklung" dass man i.d.R. mit der Zeit lockerer wird, weil einem mit zunehmenden Wissen (wenn man sich damit beschäftigt) klar wird, wie wenig Sinn die ganze Rechnerei macht.

Zitat:
Bei aller Liebe: ich verstehe nicht, warum man das genaue Zusammenstellen so arg verurteilt.
Solange ich niemanden zu etwas zwinge oder unter Druck setze, indem ich sage 'du, du, du, dein Hund krepiert dir noch weg!!' kann ich doch so füttern wie ich will oder?
Mittlerweile wird mindestens genauso ein Brimborium um das Brimborium gemacht, wie das Brimborium selbst.
Warum?
Ist es schlimm alles auszurechnen?
Nein.

Ich verurteile es ja nicht, ich schmunzel nur ein wenig drüber, weil ich es übertrieben finde und weil es mich an meine erste Rohfütterzeit erinnert, also schmunzel ich zum Teil auch über mich selbst.
Dass Du es so handhabst, dafür habe ich vollstes Verständnis, das schrieb ich doch auch.
Allerdings sollte Dir bewusst sein, dass niemand exakt den genauen Bedarf eines Hundes kennt, dass ist noch nie genau ermittelt worden und wird es auch nicht werden, weil es unmöglich ist.

Man kann die Ernährung nicht an Gramm und Microgramm festmachen, sie beruht auf Beobachtungen, Erfahrungen und Vermutungen im einem weitgesteckten Rahmen.
Auch die Angaben auf den Fertigfutterpackungen sind reine Schätzungen, die darauf zurückführen.
Von daher ist jede Rechnerei diesbezüglich zum Scheitern verurteilt, allein schon allein deshalb weil der Bedarf eines jedem Individuum anders ist und dazu auch noch schwankt.
Hinzu kommt, dass sämtliche Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel, die man füttert ebenfalls schwanken.
Von daher ist gar nichts anderes, als ein grober Überblick möglich.

Zitat:
Tut es jemandem weh?
Nein.
Verunsichert es jemanden?
Vielleicht. Aber wenn man sich wirklich für die Ernährung intressiert wird man damit leben können sich eine Nacht hinzusetzen und sämtlichen Bedarf auszurechnen, oder nicht?
Ist es heuchlerisch sich selbst nicht so optimal zu versorgen wie den Hund?
Nein. Für mich selbst treffe ich die Entscheidungen, der Hund kann sich nicht selbst ernähren und entscheiden.
Ich finde es klasse wenn man sich gründlich damit auseinandersetzt und ich bedaure mit meiner Einstellung der 'Buhmann' sein zu müssen.
Bist Du nicht.
Mach ruhig, wenns Dich beruhigt.

...
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Alt 10.05.2012, 22:31
Benutzerbild von Bonsai
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Cira Beitrag anzeigen
Ich meinte mit "Weiterentwicklung" dass man i.d.R. mit der Zeit lockerer wird, weil einem mit zunehmenden Wissen (wenn man sich damit beschäftigt) klar wird, wie wenig Sinn die ganze Rechnerei macht.
Kannst du das weiter ausführen? Was genau macht deiner Meinung nach wenig Sinn und warum?

Zitat:
Zitat von Cira Beitrag anzeigen
Man kann die Ernährung nicht an Gramm und Microgramm festmachen, sie beruht auf Beobachtungen, Erfahrungen und Vermutungen im einem weitgesteckten Rahmen.
Was ja hier zumindest niemand tut.

Zitat:
Zitat von Cira Beitrag anzeigen
Von daher ist gar nichts anderes, als ein grober Überblick möglich.
Welcher aber immernoch genauer ist als so manches Fertigfutter oder 'malebensorohfüttern'. Und deshalb auch wichtig für mich und meinen Hund.
Würde ich Bonnie in akuten Phasen etwas geben, wovon sie nicht zuviel bekommen darf, dann würde sie in kürzester Zeit eingehen.
Ich habe mit meiner TÄ mittels des großen Blutbildes und der Urinproben einen groben Bedarf ausrechnen lassen, mir erklären lassen worauf er sich stützt und richte mich nach dem aktuellsten.
Bei Leelah brauche ich diesen Aufwand nicht. Die frisst alles, immer und verträgt es auch. Bei Leelah reicht mir der Durchschnittsbedarf, den ich dann nach Optik und Wohlbefinden des Hundes anpasse.
Da ist alles etwas lockerer, etwas 'weiter gestrickt'. Dennoch halte ich die Tabelle für etwas Sinnvolles und (für mich) Wichtiges.
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  #3 (permalink)  
Alt 11.05.2012, 00:37
Benutzerbild von Cira
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Bonsai Beitrag anzeigen
Kannst du das weiter ausführen? Was genau macht deiner Meinung nach wenig Sinn und warum?
Die Gründe dafür habe ich doch ausführlich weiter unten aufgeführt.^^
Oder was war noch unklar?

Zitat:
Was ja hier zumindest niemand tut.
Hatte sich für mich jetzt schon so angehört.
Wenn nicht, worüber reden wir denn dann hier die ganze Zeit?

Zitat:
Welcher aber immernoch genauer ist als so manches Fertigfutter oder 'malebensorohfüttern'.
Nein, warum sollte der genauer sein. Wie kommst Du darauf?
Irgendworan orientiert sich die Futtermittelindustrie mit ihren Werten und Tabellen doch auch, woran sonst, als an einem gewissen Bedarf des Tieres?

Es geht mir auch gar nicht darum "mal eben so" völlig ohne Sinn und Verstand roh zu füttern.
Einen groben Überblick sollte man meiner Meinung nach schon im Auge haben.

Für mich ist der Hund auch kein Müllschlucker oder Vertilger von Resten der Menschen, sondern immer noch Carnivore, das schrieb ich weiter oben ja auch bereits.

Zitat:
Und deshalb auch wichtig für mich und meinen Hund.
Würde ich Bonnie in akuten Phasen etwas geben, wovon sie nicht zuviel bekommen darf, dann würde sie in kürzester Zeit eingehen.
Ich habe mit meiner TÄ mittels des großen Blutbildes und der Urinproben einen groben Bedarf ausrechnen lassen, mir erklären lassen worauf er sich stützt und richte mich nach dem aktuellsten.
Es ist natürlich etwas Anderes, wenn man einen Hund hat der krank ist und/oder gewisse Dinge nicht verträgt, da bleibt einem nichts anderes übrig, als die Ernährung anzupassen.
Ich ging aber jetzt davon aus, dass wir allgemein vom gesunden Hund ausgehen.
Nicht von kranken oder welchen die bestimmte Nahrungskomponenten nicht oder nur schlecht vertragen und die aufgrunddessen besonders ernährt werden müssen.


Zitat:
Bei Leelah brauche ich diesen Aufwand nicht. Die frisst alles, immer und verträgt es auch. Bei Leelah reicht mir der Durchschnittsbedarf, den ich dann nach Optik und Wohlbefinden des Hundes anpasse.
Da ist alles etwas lockerer, etwas 'weiter gestrickt'.


Zitat:
Dennoch halte ich die Tabelle für etwas Sinnvolles und (für mich) Wichtiges.
Und ich habe schon ein paar Mal geschrieben, dass ich das respektiere, es (für mich) aber so nicht mehr in Frage kommt, weil es (für mich) keinen Sinn mehr macht.
Also entspann Dich wieder, ich will Dir nichts.

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  #4 (permalink)  
Alt 11.05.2012, 01:21
Benutzerbild von Bonsai
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Eigentlich bin ich recht entspannt.
Ich finde es nur sehr intressant.

Zitat:
Zitat von Cira Beitrag anzeigen
Nein, warum sollte der genauer sein. Wie kommst Du darauf?
Weil er sich genau nach dem Bedarf meines Hundes richtet.
Und den haben 'wir' ja mittels einiger Tests erfahren. Die Futtermittelindustrie richtet sich nach dem Standart, der aber, wie du schon sagtest, nur den Durchschnitt angibt und nicht auf jeden Hund zutrifft.
Daher macht es mMn schon Sinn sich da hinter zu klemmen. Also.. es ist aufjedenfall nicht sinnlos.
Und daher meine Frage.

Und ich glaube auf Seite 1 schrieb ich das hier:

Zitat:
Zitat von Bonsai Beitrag anzeigen
Ich wiege garnichts, gehe eher nach 'Augenmaß' und schätze meißt wieviel in den Napf kommt.
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  #5 (permalink)  
Alt 12.05.2012, 16:32
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Bonsai Beitrag anzeigen
Eigentlich bin ich recht entspannt.
Ich finde es nur sehr intressant.
Okay, prima.

Ich habe bei meinen Hunden und Katzen auch ab und zu mal zur Kontrolle ein großes Blutbild anfertigen lassen, vor allem am Anfang, die waren immer im guten Rahmen.
Deswegen genügt es mir inzwischen genügt sie zu beobachten, was sie vertragen und was nicht, wie sie aussehen und ob es ihnen gutgeht.

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  #6 (permalink)  
Alt 16.05.2012, 10:00
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Cira Beitrag anzeigen
...Allerdings sollte Dir bewusst sein, dass niemand exakt den genauen Bedarf eines Hundes kennt, dass ist noch nie genau ermittelt worden und wird es auch nicht werden, weil es unmöglich ist.
Da mußte ich schmunzeln,
der Bedarf von Hunden und Katzen ist sehr, sehr genau bekannt. Es gibt riesige Futtermittelfirmen die selbst forschen und die Universitäten weltweit. Natürlich gibt es individuelle Unterscheide aber auch darüberist viel bekannt.

Das Hunde und Katzenfutter den nicht immer entspricht liegt an wirtschaftlichen Gründen (bessere Qualität kostet eben mal Geld) und Verbraucherwünschen (z.B. Fischmehl und Hefezellwände) will kein Verbraucher haben.
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  #7 (permalink)  
Alt 16.05.2012, 11:38
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Suse Beitrag anzeigen
Da mußte ich schmunzeln,
der Bedarf von Hunden und Katzen ist sehr, sehr genau bekannt. Es gibt riesige Futtermittelfirmen die selbst forschen und die Universitäten weltweit. Natürlich gibt es individuelle Unterscheide aber auch darüberist viel bekannt.
Die Industrie zahlt die Unis, dass die entsprechende Nachweise erbringen! Stoffwechsel, Energiehaushalt, etc. werden nie pauschal erforscht werden können, weil sie individuell sind!


Ein Schulkollege von mir hat nach seinem Studienabschluss einen Forschungsauftrag von Masterfoods erhalten. Darin ging es darum, den Nachweis zu erbringen, dass Schokolade gegen Krebs hilft.

Nur um sich mal bildlich vorstellen zu können, wie rum das in der Forschung manchmal läuft...
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https://www.facebook.com/schullephantasies/
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  #8 (permalink)  
Alt 16.05.2012, 17:49
Benutzerbild von Suse
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Zitat:
Zitat von Peppi Beitrag anzeigen
Die Industrie zahlt die Unis, dass die entsprechende Nachweise erbringen! Stoffwechsel, Energiehaushalt, etc. werden nie pauschal erforscht werden können, weil sie individuell sind!

Ein Schulkollege von mir hat nach seinem Studienabschluss einen Forschungsauftrag von Masterfoods erhalten. Darin ging es darum, den Nachweis zu erbringen, dass Schokolade gegen Krebs hilft.

Nur um sich mal bildlich vorstellen zu können, wie rum das in der Forschung manchmal läuft...
Du weißt schon was ich beruflich jetzt mache, oder?

Klar zahlt die Industrie schon mal eine Studie und die kommt dann für das eigene Produkt gut raus. Aber dann würden die Unis ja nur an kommerziellen Produkten forschen. Sachen wie MOS (Hefezellwände) gibt es aber von vielen Herstellern das heißt wenn die Unis daran arbeiten ist es nicht im Interesse genau einer Firma.

Stoffwechsel unterscheidet sich individuell aber Hühner können Milchzucker nie verstoffwechseln und junge Hunde immer. Also gibt es vieles was man erforschen kann.

Klar wird es immer Hunde geben die eher ansetzen als andere bei gleicher Futtermenge, aber generell ist der hund sehr, sehr gut erforscht.

Die Proteinmengen im Hundefutter sehen sie meisten als zu hoch, aber leider kaufen wohl viele Hunde und Katzenfutter über das Etikett und fordern diese Werte.

Und nur weil einer so 'nen Job hatte, oder ein paar Dutzend in der Amerikanischen Tabakindustrie heißt das nicht die ganze Branche ist böse. Das wäre ja so als würde man sagen alle Molosser beißen.
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  #9 (permalink)  
Alt 16.05.2012, 18:15
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Suse Beitrag anzeigen
Du weißt schon was ich beruflich jetzt mache, oder?

Klar zahlt die Industrie schon mal eine Studie und die kommt dann für das eigene Produkt gut raus. Aber dann würden die Unis ja nur an kommerziellen Produkten forschen. Sachen wie MOS (Hefezellwände) gibt es aber von vielen Herstellern das heißt wenn die Unis daran arbeiten ist es nicht im Interesse genau einer Firma.

Stoffwechsel unterscheidet sich individuell aber Hühner können Milchzucker nie verstoffwechseln und junge Hunde immer. Also gibt es vieles was man erforschen kann.

Klar wird es immer Hunde geben die eher ansetzen als andere bei gleicher Futtermenge, aber generell ist der hund sehr, sehr gut erforscht.

Die Proteinmengen im Hundefutter sehen sie meisten als zu hoch, aber leider kaufen wohl viele Hunde und Katzenfutter über das Etikett und fordern diese Werte.

Und nur weil einer so 'nen Job hatte, oder ein paar Dutzend in der Amerikanischen Tabakindustrie heißt das nicht die ganze Branche ist böse. Das wäre ja so als würde man sagen alle Molosser beißen.
Da hast Du recht, aber ich hatte "Bedarf" im Kontext als Hinweis auf individuelle "Verwertung" verstanden.

Zur Gangart der Unis: Der Staat vergibt aber nicht regelmäßig Forschungsaufträge, so daß "private" Fördergelder zwingend notwendig sind... und die Motivation kann man sich ja meistens an 5 Fingern abzählen!

Als nächstes "Katzen würden Mäuse kaufen".

Die erste Version wurde zurück gezogen. Gründe sind Dir ja sicherlich bekannt.

Ich hab die "zensierte" Version. Die ist immer noch voller heftiger Schuldzuweisungen gegen die Arbeitsweise von Futterindustrie und allem was damit zusammenhängt. Eben auch die Unis und Hochschulen.

Frage: Wenn das nicht stimmt, warum mussten diese Hinweise nicht auch nachträglich aus dem Buch genommen werden?

Ich hab meine eigene Theorie und ein Blick auf unser Spezialkatzenfutter (gem. Tierarzt) bestärkt mich in meiner Annahme!

Bitte nicht persönlich nehmen!
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  #10 (permalink)  
Alt 16.05.2012, 18:26
Benutzerbild von Bonsai
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Standard AW: hilfen barfen junghund

Zitat:
Zitat von Peppi Beitrag anzeigen
Frage: Wenn das nicht stimmt, warum mussten diese Hinweise nicht auch nachträglich aus dem Buch genommen werden?
Vielleicht genau weil sie nicht stimmen?
Hab das Buch nicht gelesen und mich nicht näher mit der Futtermittelindustrie befasst, allerdings wäre das jetzt so meine erste logische Schlussfolgerung.
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