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Alt 15.09.2006, 19:09
Benutzerbild von leavinblues
Fürst / Fürstin
 
Registriert seit: 01.05.2006
Ort: Oberpfalz
Beiträge: 337
Standard HD was nun

Bruno hatte vor zwei Wochen Probleme beim Aufstehen und beim Treppensteigen, jammerte aber nicht aber man merkte irgend etwas stimmt nicht. Ich gleich am nächsten Tag zum TA (Spezialist auf Gelenke und Knochen) hat ihn untersucht und Bruno war sehr ungehalten als der TA an der Wirbelsäule rumdrückte. Bruno sediert und dann geröngt. Sein Befund rechts mittlere HD links HD frei. Empfahl mit Canosan (Bekommt er eh schon und Grünlippenmuschelpulver). Gab mir Metacam das gab ich ihm 10 Tage lang Bruno sprang wie eh und je. Heute Abend beim Spaziergehen fängt er plötzlich wieder das Humpeln an jetzt liegt in der Diele und schaut mich herzerweichend an :traurig3: Hab ihn sofort wieder Metacam gegeben und Tierarzt angerufen. Der sagt OP auf keinen Fall würde auch kein anderer TA machen eine Möglichkeit wäre noch Goldimplantante würde bei 75 % der Fälle die er machte anschlagen. Bin ein bißchen am rotieren, Bruno ist nun 17 Monate alt und ich möchte natürlich das beste für ihn. Habt Ihr Ratschläge
was ich machen kann außer nicht zu sehr belasten, keine Treppen usw. Danke :traurig1:
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Alt 15.09.2006, 19:26
Benutzerbild von morpheus
Großherzog / Großherzogin
 
Registriert seit: 18.02.2005
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.730
Standard

Gleich vorab, ich bin kein wahrer Experte auf dem Gebiet. Was wurde denn konkret geröntgt? Die Diagnose, was die Hüfte anbelangt, erscheint mir so dramatisch nicht, durchaus möglich, dass die Probleme woanders herrühren.

Canosan ist in dem Fall sicher nicht falsch, gibt es zu guten Kursen bei einem großen Auktionshaus.

Die Meinungen zu den Goldimplantaten gehen auch auseinander, hab aber schon viel Gutes gehört und ich denke, der Eingriff ist eher unproblematisch.

Im übrigen schaut er wirklich herzerweichend drein.
__________________
Es grüßt
Stefan

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. (R. Descartes)
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Alt 15.09.2006, 19:39
Benutzerbild von Fussel
Baron / Baronin
 
Registriert seit: 24.02.2005
Ort: Bad Kreuznach
Beiträge: 165
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ohje - das klingt nicht so toll...
Fussel wurde auch schon sehr früh (mit 3 Monaten die bessere Seite und mit 7 Monaten die ganz schlechte Seite) operiert, er hätte allerdings als Alternative auch nur eingeschläfert werden können, weil er katastrophale Gelenke hatte. Auf der einen Seite hatten wir nicht mal eine richtige Gelenkkugel.
Uns wurde damals empfohlen viel mit ihm schwimmen zu gehen, weil sich da die Muskeln sehr gelenkschonend aufbauen können. Eine gute Bemuskelung ist halt sehr wichtig. Idealerweise sollte der Hund auch schön schmal bleiben, da jedes Kilo mehr auf den Rippen die Gelenke auch mehr belastet.
Fussel konnte schmerzfrei alt werden und muss erst seit kurzem mit Metacam behandelt werden, weil jetzt (mit fast 9 Jahren nach unglücklichem Unfall mit unserem 2t-Hund) die Arthrose kommt.
Aus welchem Grund kommen denn keine OPs in Frage? Meint der TA, dass es nur kurzfristige Wachstumsprobleme sind?
Ich selbst habe zwar keine Erfahrungen mit Goldimplantaten, hier im Forum können aber doch bestimmt einige darüber berichten.
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Alt 15.09.2006, 23:34
König / Königin
 
Registriert seit: 05.08.2006
Beiträge: 651
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Hallo Leavinblues

Ich würde da etwas langsam machen, was Fussel von Wachstumstörung schreibt könnte durchausmöglich möglich sein. Bruno ist ja noch in der Wachstumsphase und mit der Diagnose seiner Gelenke müsste/dürfte er ja eigentlich keine Beschwerden an den Hüften haben.
Du schreibst: Bruno war sehr ungehalten als der TA an der Wirbelsäule rumdrückte - hat der TA Spondylose festgestellt?
Wie sieht es mit seiner Bemuskelung aus?
Metacam hilft ja auch gegen Schmerzen. Kann es sein, dass Bruno sich da ein wenig überstrapaziert hat und trotz Lädierung all zu fest herumgehüpft ist?


Hier meine Erfahrungen mit Problemen am Bewegungsapparat:

Mein erster BM hatte schon mit gut 2 Jahren schwerste Arthrose in den Kniegelenken und konnte nicht mal mehr ohne Hilfe aufstehen. Mein Tierarzt riet mir damals die doppelte Dosis Muschelextrakt (Luposan) zu verabreichen. Ich rechnete eigentlich mit sehr teuren TA-Rechnungen und staunte nicht schlecht über die Art der "Behandlung". Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie was von Muschelextrakt gehört und es war auch kaum irgendwo erhältlich. Bereits drei Tage später sprang er wieder wie Ziegenbock herum und lebte bis zum Schluss beschwerdefrei.

Und heute bin ich soweit, dass ich gegen alle Regeln (der Züchter) verstosse - bis auf die mit dem Treppensteigen. Ich empfehle jedem Hundebesitzer schon mit dem Welpen/Junghund ganz viel und oft in die Berge zu gehen, etwas besseres für den Aufbau der Muskulatur und Sehnen gibt's gar nicht. Lasst die Hunde herumspringen und schränkt sie nie in ihrem Bewungsdrang ein. Lasst sie machen und überfordert sie nicht, sie entscheiden von selbst wenn sie müde werden und einen Gang runterschalten (so hab ich's bis jetzt immer erlebt).

Ich verabreiche heute jedem Hund sein ganzes Leben lang Muschelextrakt, egal in welchem Zustand seine Gelenke sind, läuft er normal gibts die halbe Dosis, habe ich das gefühl das etwas nicht stimmt gibt's zwei Wochen lang die volle Dosis. Gelenkprobleme sind bei mir seither kein Thema mehr.

Selbst mein ca 2jähriger Mastiff Gandalf mit seinen extrem schlechten Gelenken und krummen Beinen, der ja erst seit vier Wochen bei mir lebt, schleifte anfangs beim Gehen seine Pfoten über den Boden. Nach drei Wochen schonendem Muskelaufbau in den Bergen und hoher Dosis Luposan läuft jetzt er schon wie ein kleiner Gott herum (hat aber HD B und B/C). Mein TA kann an den Extremitäten heute nichts feststellen (ausser das sie halt etwas krumm geraten sind) und staunte - im Vergleich zur ersten Ordination - wie locker sein Gang geworden ist und wie fit er ist. Anfangs war nach 10 bis 15 min. Schluss, er blieb einfach stehen - nicht weil er müde war. Und heute freut er sich wie ein Wahnsinniger wenn ich sein Geschirr und Leine in die Hand nehme und läuft locker und gemütlich eine volle Stunde. Er zeigt keinerlei Anzeichen müde zu werden, läuft bis zum Schluss gut gelaunt und ohne dass sich was am Bewegungsablauf ändert. Er läuft (springt) mittlerweile von alleine auch mal einen steilen (40-45°) Hang hinauf und genauso wieder runter und Treppen sind ebenfalls keine Problem mehr für ihn.

Ich würde mit Bruno folgendes ausprobieren:
- zuerst Mal das wegen der Spondylose abklären
- ihm nochmals Metacam verabreichen und gleichzeitig (wenn überhaupt notwendig) Muskeln aufbauen sowie die Sehnen mobilisieren. In der ersten Woche täglich 10 Minuten an einem Hügel oder Berg aufwärts und 10 min. abwärts gehen. Lass ihn das Tempo bestimmen aber soll gehen und nicht springen. Er wird vermutlich Muskelkater bekommen und die ersten zwei drei Tage beim normalem Gassigehen ziemlich Lustlos gehen und etwas "schlendern". Wenn danach keine Verschlechterung eintrifft, in der zweiten Woche jeden zweiten Tag 20 min. und ab der dritten Woche mind. zweimal pro Woche 30 min rauf und dann wieder runter. Ich empfehle oben keine Pausen zu machen, da Muskeln und Sehnen schön warmgelaufen sind und beim Abwärtslaufen mehr aushalten als wenn sie abgekühlt sind.

Ich glaube es ist ein Versuch wert und wird deinem Bruno nicht mehr schaden als zu Hause herumzuliegen.

LG, Raoul
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  #5 (permalink)  
Alt 16.09.2006, 07:46
Benutzerbild von leavinblues
Fürst / Fürstin
 
Registriert seit: 01.05.2006
Ort: Oberpfalz
Beiträge: 337
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Morgen allerseits, Bruno gehts nach seiner "Metacamdusche schon besser aber das Aufstehen ist eine Prozedur. Zuerst mit den Vorderläufen den Oberkörper hochschieben verschnaufen und dann den Hintern in die Höhe die ersten paar Schritte stackts er noch ein bißchen und dann läuft er eigentlich rund.
@fussel
Der TA meinte daß dies niemand operieren würde weil keine scherwiegende Fehlstellung oder Abnützung da sei

@luvabulls
ich persönlich finde die Bemuskelung gegenüber den Rest nicht überwältigend
aber da er keine Problem hatte wenn er wieder mal in den Teich oder Bach hüpft und dann die Böschungen wieder raushüpft dachte ich mir nicht so viel.
Ich gehe mit ihm und Bella jeden Tag ca 2 - 2,5 St Gassi quer durch den Wald und Sumpf. Abder das mit den Bergen ist bei uns noch nicht so ausgeprägt wir beschränken uns noch auf Hügel aber nichtsdesto trotz haben wir einige schöne steile Hügel
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  #6 (permalink)  
Alt 16.09.2006, 08:39
Benutzerbild von Anne
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Beiträge: 2.784
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Hat der TA ebenfalls auf Spondylose geröngt?

Die Tipps mit dem Muskelaufbau würde ich umsetzen.

Was für eine OP hatte der TA in Erwägung gezogen?
__________________
Gruß Vom Acker

Anne & Co.


In Blues we trust, Blues will never die
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  #7 (permalink)  
Alt 16.09.2006, 20:30
Joey
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Hd

Mein Joey hat schwere HD,raten kann ich nichts ,es muß jeder der einen Hund mit HD besitzt selbst entscheiden.Bei Joey fing es mit ca 6 mon.an.ich bin auch erst von Wachstumsproblemen ausgegangen,bis das rontgen Gewißheit brachte.Auch ich hab hin und her überlegt.Bis ich zu der Entscheidung kam Hund,Hund sein zu lassen.Schmerzmittel gibt es nur im äußersten Notfall,seit gut 2 Jahren nicht eine Tablette.Ansonsten gibt es canosan täglich.Joey ist jetzt 2,5 Jahre und ich kann berichten das er mit unseren anderen Hunden jeden Spaziergang bis zu 20 km mitmacht,schwimmt und tobt,teilweise nimmt er sich eine Auszeit und bleibt bei mir,wenn die anderen noch toben,das entscheidet er gut selbst. Ich werde ihn nicht schonen aber ihn auch zu nichts trennen.Und Bewegung ist die beste Therapie.Ich habe auch schon von langjährigen Züchtern gehört das diese selbst Hunde mit HD besessen und diese sehr alt werden durften.
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  #8 (permalink)  
Alt 05.10.2006, 13:26
Benutzerbild von leavinblues
Fürst / Fürstin
 
Registriert seit: 01.05.2006
Ort: Oberpfalz
Beiträge: 337
Standard

Mit Bruno läuft es nicht so gut. Nach Aussage meines Tierarztes hat er "Caudea equans".Der Hund zeigt an der Hinterhand Lähmungserscheinungen. Beim Aufstehen tut er sich total schwer ohne Metacam gehts maximal 3 tage dann kann er fast nicht mehr aufstehen.Habss zwiszwischendrin mit Hyphericum versucht, brauchte aber nicht den gewünschten Erfolg. In der Fachliteratur fand ich bisher auch nicht darüber. War gestern in der Tierklinik mit den Röngtenbildern dann hat mir der freundliche TA mitgeteilt, um die genaue ursache festzustellen hilft nur CT (TK München) und dann wüßte ich auch nur was es genau wäre weil Operation an der Bandscheibe oder Wirbelsäule nach seiner Erfahrung nicht diesen Erfolg bringen. Bei einem so großen Hund mit ca 80 kg würde leider nur eins helfen wenn er nicht mehr aufstehen kann ihn von seinen Leiden zu erlösen. Da stand ich nun:traurig3: :traurig3: :traurig3:
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  #9 (permalink)  
Alt 05.10.2006, 13:45
Benutzerbild von Grazi
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Zitat:
Zitat von leavinblues Beitrag anzeigen
Mit Bruno läuft es nicht so gut. Nach Aussage meines Tierarztes hat er "Caudea equans".Der Hund zeigt an der Hinterhand Lähmungserscheinungen. [....] In der Fachliteratur fand ich bisher auch nicht darüber.
Das wird wahrscheinlich daran liegen, dass du den Fachterminus nicht ganz richtig mitbekommen hast. Dieses Syndrom nennt sich "cauda equina" und kann tatsächlich verschiedene Ursachen haben. Einfaches Röntgen bringt nichts, da muss man schon mit Kontrastmittel ran.

CE kann -je nach Ursache- durchaus chirurgisch versorgt werden und zeigt dann auch Erfolge. Wie die Prognose bei derart großen schweren Hunden grundsätzlich aussieht, weiss ich jedoch nicht. Ich habe zumindest schon einen DSH und einen Rotti nach so einer OP erlebt und war begeistert, wie gut es den Hunden jetzt geht.

An deiner Stelle würde ich nicht gleich aufgeben, sondern eine genaue Diagnostik machen lassen, und zwar bei einem Spezialisten, der die CE gegebenenfalls auch operieren könnte. Dieser TA kann dir dann auch sagen, wie groß die Erfolgsaussichten sind.

Ich wünsche Bruno und dir, dass dem Burschen geholfen werden kann und dass sie doch noch alles zum Guten wendet!

Heftigst daumendrückend, Grazi
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  #10 (permalink)  
Alt 05.10.2006, 20:02
Benutzerbild von Anne
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 17.02.2005
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 2.784
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http://www.tierarztpraxis-rogalla-ru...udaequina.html

gib cauda equina mal bei google ein, da kannst du dich informieren.

http://www.google.de/search?hl=de&cr...equina&spell=1
__________________
Gruß Vom Acker

Anne & Co.


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