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  #1 (permalink)  
Alt 15.10.2007, 13:33
Gast20091091001
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard "Grosshungern" von Molosser Welpen

Ich habe jetzt schon so oft gelesen, dass man Molosser Welpen am besten "grosshungert" und für mich sind auch die Gründe sehr verständlich - obwohl sich "Grosshungern" echt sehr nach "Hunger und Elend" anhört.
Wie sieht denn das mit Trockenfutter (ich werde ein sehr hochwertiges Adult Futter benutzen) ganz praktisch aus? Wieviel gebe ich so einem kleinen Fratz (Die Fütterungstabellen auf den Hundefutterverpackungen sind ja sehr schwammig und wohl bestimmt nicht für ein "Grosshungern" erstellt)? Wieviel ist das Minimum bei einem konkreten Gewicht - immer angenommen das Welpe ist kerngesund? Gibt es dazu irgendwelche Tabellen für Molosser Welpen? Wahrscheinlich nicht - jedes Futter ist ja anders. Reduziere ich also das Futter, wenn das Welpe etwas übrig lässt? Oder wie sieht das in der Praxis aus?
Muß man das Welpe immer am besten selbst wiegen und etwas an der Futtermenge verändern, wenn das gewünschte Gewicht abweicht und bis zu welchem Alter mache ich das? Wie oft wiege ich das Welpe? Gibt es Alter/ Gewichts Tabellen, an denen man sich in Bezug auf die Futtermenge orientieren kann? (In meinem Fall: Dogo Canario, Rüde, kommt zu mir Anfang nächsten Jahres)
Ich werde das alles natürlich auch mit meinem Züchter und mit meinem Tierarzt besprechen. Trotzdem höre ich mir gerne so viele Meinungen wie möglich an!
Ich bin um jeden praktischen Tipp, um Links, Erfahrungen oder Literaturempfehlungen dankbar!

Und dann noch: Es gibt ja viel hier die Barfen und ich habe mir überlegt (auch auf den Tipp eines Mitglieds aus dem Forum), einen "Frischfleischtag" in der Woche einzulegen.
Meine Frage ist - interessehalber - wie kann man beim Barfen (beim ausschliesslichen Barfen) sicherstellen, dass ein Welpe nicht zu viel oder zu wenig Kalzium, nicht zuviel/ zuwenig Proteine, die richtige Vitaminmenge, Fette, richtige Fettsäureverhältnisse, etc. zu sich nimmt? Arbeitet ihr dann mit Lebensmitteltabellen?
Leider hatte ich noch nie ein Welpe, sondern immer nur schon relativ erwachsene Hunde...darum seht mir bitte diese vielen, und für manche wohl auch dummen, Fragen nach! Will ja nur alles richtig machen...
Vielen Dank im voraus,
Jörg und seine Guerillas
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  #2 (permalink)  
Alt 16.10.2007, 08:03
Benutzerbild von Conner
Fürst / Fürstin
 
Registriert seit: 07.12.2005
Ort: Krefeld
Beiträge: 1.773
Standard

Hallo Jörg,

Du wirst sicher 10 verschiedene Antworten bekommen und Dich, nach dem Du Dich zu allen Seiten hin schlau gemacht hast, selber entscheiden wie Du es handhabst. Ich habe von Anfang an morgens Trofu gefüttert, mittags und abends Fleisch und Gemüse/Obst, Öle, Quark, Joghurt etc. Ein TA sagte mir in grünem Pansen ist alles drin was ein Hund braucht. Mit Zusatzmitteln (z.B. Caniviton für Gelenke) sollte man auch aufpassen, zuviel gibt Ablagerungen und ist auch schädlich.

Ich habe Kräuter täglich zugefüttert, Caniviton als Kur, dann wieder abgesetzt. Im Trofu war auch immer ein guter Anteil an Vitaminen.

Die Portionen habe ich nach Hunger und nach meinem Gefühl gestaltet. Wenn etwas übrig blieb habe ich die Portion reduziert.

Gerade im Wachstum sehen sie ja manchmal total verhungert aus, das ist normal und gesünder als wenn sie zu schwer zu tragen haben.

Wünsche Dir viel Erfolg.

LG
Annette
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  #3 (permalink)  
Alt 16.10.2007, 10:30
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 10.04.2007
Beiträge: 18.469
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Ein Tierarzt empfahl mal Parmesan anstelle der ganzen Pülverchen.

Ein ganz bekanntes war mal im Verdacht Krebs zu erregen.

Wenn Du 6 Tage Trofu fütterst, brauchst Du Dir m.E. keine Sorgen zu machen, dass er von irgendwas zu wenig bekommt.

Obgleich ich Dich nach wie vor gerne vom Vollzeit-Barfen überzeugen würde... ***grins***zwinker***

__________________
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https://www.facebook.com/schullephantasies/
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  #4 (permalink)  
Alt 16.10.2007, 14:21
Gast20091091001
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Hallo Annette,
Vielen Dank für deine praktischen Tipps und Wünsche! Aller Anfang ist schwer, denke ich! Gerne hätte ich 10 verschiedene Antworten...!

Hallo Peppi,
ja, ich weiss doch! Rein von der Vernunft und wenn man alle Argumente bis zum Ende durchdenkt wäre wohl "Vollzeit-Barfen" das einzig Richtige! Aber weisst du, ich war sehr lange in Zentralamerika in Entwicklungsländern unterwegs, hab einmal in einem Bergdorf einen Brunnen für eine Schule gebohrt - weil die kein sauberes Wasser hatten. Hab die Kinder dort hungern sehen, denn es gab am Tag und täglich nichts wie eine handvoll Reis und Bohnen...
...ich kanns nicht! Ich kann kein Biofleisch, ausgewähltes frisches Gemüse, Fisch, Eier, Getreide, "feinste" Milchprodukte (Parmesan??) usw. einem Hund zubereiten. Jedenfalls nicht "Vollzeit". Das ist bei mir einfach so eine Gefühlssache! Wer's kann und gerne macht - Logo - Super! Und bestimmt nutzt im Endeffekt dem Entwicklungsland vielleicht fair gehandeltes Gemüse mehr als mein Sack Trockenfutter. Aber ICH habe da halt eine innere Schranke.
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  #5 (permalink)  
Alt 15.11.2007, 12:17
Benutzerbild von Nasti/Roxy
Graf / Gräfin
 
Registriert seit: 28.08.2006
Ort: Wien
Beiträge: 204
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hey gern dazu auch mein großhungerbericht

ich hab sofort auf barf umgestellt als ich roxy geholt hab.

es gab anfangs 3-4 mahlzeiten, die später dann zu 2-3 u mittlerweile nur mehr 2 sind.

wegen deiner frage zum calzium...
es ist so dass ich geschaut hab dass mein welpe 5-6 knochenmahlzeiten pro woche bekommen hat.und zwar in form von weichen knochen wie zb hühnerhälse,hühnerrücken,kalbsschwänze,kalbsr ippen. eine tagesmahlzeit bestand also fast jeden tag aus rohen fleischigen knochen(nur knochen ohne fleischunterlage verstopft schnell mal).

zusätzlich bestand eine mahlzeit immer aus milchprodukten mit obst/gemüse.da empfiehlt sich sauermilch,topfen,buttermilch,joghurt,hüttenkäse also alle sauren milchprodukte.

die dritte mahlzeit war dann die fleischmahlzeit. es gab 2 mal pro woche fisch, 3-4 mal pansen, aber auch kopffleisch,schlundfleisch,herz..

wichtig ist 2-3 mal pro monat leber zu füttern, wegen dem vitamin a. hier ist es sinnvoll bioqualität zu kaufen. statt leber ist auch lebertran(hochwertig!) ok.

bei obst u gemüse ist abwechslung angesagt. ich fütter immer das was mir übrig bleibt bzw was sonst schlecht werden würde.

zu den zusätzen...wichtig sind bei welpen gute hochwertige öle. kaltegresstes rapsöl, sonnenblumenöl,hanföl,kokosöl(vorbeugend gegen würmer),fischöl, das sind die sinnvollsten sorten für den hund
dann is ne gute algen&kräuter mischung gut, bei www.pahema.de findet man tolle zusätze für welpen.
ich persönlichhab hab zweimal im jahr ne kräutermischung kurweise für gelenke gegeben (free&flexibel von pahema).
sonst gabs 1-2 mal pro woche nen eindotter(gut fürs fell),im winter hagebuttenpulver, ab u zu bierhefe(während des fellwechsels),1-2 mal die woche honig, ab u zu blütenpollen..

joa das wars...anfangs hatte ich nen plan zum abhacken, damit ich oft genug knochen usw gebe, aber irgendwann hatte ich´s dann im gefühl bzw hab nach plan eingekauft u somit hab ich den plan nicht mehr gebraucht.


wenn du trofu gibst würd ich einfach zur sicherheit mal weniger geben als er bräuchte...je nachdem wie er wächst, mehr od weniger
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  #6 (permalink)  
Alt 16.11.2007, 14:20
Gast20091091001
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hello Nasti,
vielen Dank für deine tollen Tipps und das nette "Hilfsangebot"!
Das macht vieles einfacher für mich! (Stehe sowieso schon viel zu oft mit einem Fragzeichen über'm Kopf in der Küche rum...)
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  #7 (permalink)  
Alt 16.11.2007, 16:08
Benutzerbild von Nasti/Roxy
Graf / Gräfin
 
Registriert seit: 28.08.2006
Ort: Wien
Beiträge: 204
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so gings jedem barfer glaub ich anfangs

viel spass beim futter zusammenpantschen
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  #8 (permalink)  
Alt 16.11.2007, 17:24
Benutzerbild von Duke the Bulldog
Großherzog / Großherzogin
 
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Ort: Paderborn, NRW
Beiträge: 484
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Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Sonnenblumenöl keineswegs hochwertig ist und dazu soll es auch noch krebserregend sein.

Die wichtigsten Öle, die viel Omega-3 (sehr wichtig für den Hund) enthalten, sind...

Fischöl (Dorsch, Lachs, Kabeljau), Lebertran (Vitamin A, D), Lein(samen)öl, Rapsöl, Walnussöl, Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl, Borretschöl, Maiskeimöl, Weizenkeimöl, Haselnussöl, Hanföl, Olivenöl

Anstatt den ganzen Pülverchen, kann man genauso gut immer schön abwechslungsreich frisches Gemüse, Obst u Kräuter füttern. Ich hatte zwar immer sone Kräuter- und Algenmischung im Schrank stehen, habe es aber eigentlich nur hin und wieder ins Futter getan, meistens dann, wenn ich gerade nicht soviel frisches da hatte.

Was die Vitamine angeht, hier ist eine "kleine" Zusammenfassung den ich aus den Infos von dem Buch "Natural Dog Food" zusammengestellt habe...

VITAMINE UND DEREN NATÜRLICHE VORKOMMEN

Vitamin A = Retinol:
Karotten, Hagebutten, Aprikosen, Spinat, Feldsalat, Petersilie, Schnittlauch, Kresse, Fenchel, Mangold, Brennnessel, Löwenzahn
Oder als aktives Vitamin A in Leber, Hühnerfleisch, Fisch oder Eiern.

Vitamin B1 = Thiamin:
Rindfleisch, Leber, Herz, Hirn, Hülsenfrüchte, Hefe, Joghurt, Getreidekeime, Topinampur, Fenchel, Haselnüsse, Löwenzahn.

Vitamin B2 = Riboflavin:
Milchprodukte, Leber, Niere, Herz, Fisch, Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, grünes Salatgemüse, Äpfel, Nüsse, Petersilie.

Vitamin B3 = Niacin:
Alle tierischen Produkte, Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte, Getreide, Hefe, Aprikosen, Melonen.

Vitamin B5 = Pantothensäure:
Kommt fast in jedem Nahrungsmittel vor. Leber und Heringe weisen einen besonders hohen Gehalt auf.

Vitamin B6 = Pyridoxin:
Leber, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Bananen, Brokkoli, Honig, Sauerkraut, Eigelb.

Vitamin B12 = Cobalamin:
Leber, Niere, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Algen.

Vitamin B C = Folsäure:
Leber, Fleisch, grüne Blattgemüsesorten, Gurken, Fenchel, Brokkoli, Milchprodukte, Pflanzenkeimlinge, Rote Beete.

Cholin (gehört auch zu den B-Vitaminen):
Leber, Herz, Hirn, Eigelb, grüne Blattgemüsesorten, Hefe, Weizenkeime.

Vitamin H = Biotin (zählt auch zu den B-Vitaminen):
Eigelb, Leber, Milch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Lammfleisch, Obst, Reis, Hefe, Bierhefe.

Nikotinsäure (zählt auch zu den B-Vitaminen):
Leber, Thunfisch, Weizenkeime, Hefe, Milchprodukte.

Vitamin C = Ascorbinsäure:
Leber, Blut, Hagebutten, Johannisbeeren, Kiwis, Zitronen, Brokkoli, Spinat, grüne Salatgemüsesorten, Petersilie, Wurzeln, Rüben, Paprika, Tomaten.

Vitamin D = Vitamin D 2 und D 3:
Fetthaltige Fische, Eigelb, Fischleber, Lebertran, Butter, Fleisch, Getreidesprossen.

Vitamin E = Tocopherol:
Erdnüsse, Weizenkeimöl, Getreide, Fisch, Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl, Haselnüsse, Fenchel, Spinat, Eier.

Vitamin K = Chinone:
Leber, Geflügelfleisch, Blattgemüse, Brokkoli, Kohl, Spinat, Milchprodukte, Fleisch, Algen, Dill, Oregano, Petersilie, Hülsenfrüchte.
_______________________________

Wie man sieht, wiederholt sich vieles.
Und man sieht auch, dass z. B. Leber bei einer Rohernährung eine wichtige Rolle spielt.

Der Hund muss bei der Rohfütterung aber nicht alles jeden Tag bekommen, die Ausgewogenheit sollte über mehrere Wochen erreicht werden. Es ist also überhaupt nicht schlimm, wenn der Hund mal einige Tage etwas einseitig frisst, solange man sonst abwechslungsreich füttert.


Ob der Hund genug Kalzium bekommt, kann man auch durch eine Blutbildkontrolle checken lassen. Kostet ca. 20 EUR
__________________
LG Stina
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  #9 (permalink)  
Alt 16.11.2007, 18:23
Gast20091091001
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Hallo Stina,
Danke für die Mühe!!!
Das sind allgemeine Beispiele für "Vitamine und deren natürliche Vorkommen", die aber noch nicht auf den Hund "zugeschnitten" sind, oder?
Weil z.B. o.g. Sonnenblumenöl, Nüsse und die Tomaten dabeistehen?
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  #10 (permalink)  
Alt 16.11.2007, 19:23
Benutzerbild von Duke the Bulldog
Großherzog / Großherzogin
 
Registriert seit: 06.08.2005
Ort: Paderborn, NRW
Beiträge: 484
Standard

Das ist eigentlich schon für Hunde gedacht, aber du hast recht... Sonnenblumenöl und Tomaten sind natürlich fehl am Platz. Hatte ich gar nicht bemerkt...

Aber Nüsse kann man schon füttern, man sollte sie nur vorher klein mahlen. Zu viel ist natürlich auch nicht gut, da sie ja ziemlich fetthaltig sind.
__________________
LG Stina
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