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  #1 (permalink)  
Alt 19.05.2011, 18:28
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 23.05.2009
Beiträge: 14
Standard Steigende (arttypische?) Aggression beim Dogo Canario?

hallo,
lebe mit einem 5 jährigen dogo canario rüden, kastriert und mit 13 monaten aus dem tierheim adoptiert.mensch und hund waren ihm stets willkommen, sei es unterwegs oder in den eigenen(meinen) 4 wänden. im 3 lebensjahr bekam er eine kameradin-fila brasileiro mädchen, damals 8 monate, zwischenzeitl ebenfalls kastriert-, mit den zweien u mir besteht meines erachtens ein ausgewogenes, sprich geregeltes! zusammenleben. langsam und stetig nahm sein schutzverhalten zu, seine "coolness" u ausgewogenheit wich einer ansteigenden territorialität und schutzverhalten allem neuen u fremden gegenüber, welches ich stets deutlich und bestimmt unterbinde. ich habe den eindruck, das die schreckhaftigkeit der filahündin in situationen, z.b sich eines von hinten schnell nähernden radfahrers den rüden blitzschnell auf den plan ruft, obgleich ich die beiden souverän u auch ruhig in solchen situationen führe- im ansatz das verhalten durch z.b. splitten zum auslösenden menschen /objekt, mit deutlichem "nein", und /oder körpersprachlich meiner ansage ausdruck verleihe.
situation vor 2 tagen: im hundefreilauf ich voran, die 2 als "karawane" hinter mir. eine nette begrüssung ueber eine distanz von ca 2 metern zu einer familie mit einer schäferhündin(diese angeleint). wir passieren uns und plötzlich bricht der rüde aus und attackiert die hündin!!,(mit der er monate zuvor ausgelassen getobt). die hundehalterin-ganz grosse achtung!!-hat ihre huendin geschützt, sodass mein hund diese nur kurz am hals erwischte, ohne physischen schaden für selbige. ich elmo genommen und angeleint und ablegen lassen.mich dann der hündin und der halterin zugewandt und schadensbegutachtung- den seelischen für die hündin wohl noch nicht erkennbar. all das tut mit unendlich leid -für die hündin und für die familie, welche sich vorbildlich verhalten hat.
ich habe mir danach unmittelbar hilfe bei einer zertifizierten hundetrainerin gesucht, welche mir elmo als einen gefährlichen hund deutet,ich sein verhalten mit einem knuff in die seite begrenzen, beantworten soll...eine 1. diagnose von ihr.
wie betrachtet ihr meine darlegung der situation? ist dies verhalten ein typisches, vermehrt auftretendes bei dogo canario? wie ist eure enschätzung und erfahrung?

Geändert von Grazi (20.05.2011 um 10:41 Uhr) Grund: Groß-/Kleinschreibung im Titel
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  #2 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 07:35
Benutzerbild von Lucy
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 16.07.2008
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Beiträge: 3.240
Standard AW: steigende(arttypische??) aggression beim dogo canario?

Was mir auffällt! Wie schnell doch ein Hund immer als gefährlich eingestuft wird!!!!
Ich denke einfach das er "seine" Hündin und dich beschützen will!
Denke auch dadurch das die Fila Hündin so schreckhaft ist du auch dein Verhalten geändert hast, auch wenn du das nicht merkst, aber er merkt das!

Aber es ist halt eine Fern"diagnose"! Denke du solltest dir jemand wirklich kompetenten suchen und um Rat fragen! Und am besten jemand der Ahnung mit dieser Rasse oder evtl Molossern hat
__________________
Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen. -Winston Churchill
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  #3 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 08:18
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 19.07.2005
Beiträge: 909
Standard AW: steigende(arttypische??) aggression beim dogo canario?

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen dass die Molosser vom Verstand her erst so ab 3 Jahren erwachsen werden. Bei meinem kam der Territorialtrieb auch schleichend. Ich vermute (weil Ferndiagnose nicht funktioniert), dass bei dir 2 Faktoren zusammenkommen: Dein Hund ist jetzt erwachsen und er hat jetzt einen unsicheren Hundekumpan den er meint führen und schützen zu müssen. Wie verhält sich dein "Rambo" wenn du mit ihm alleine gehst, ohne die Hündin?
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Alt 20.05.2011, 08:52
Benutzerbild von Conner
Fürst / Fürstin
 
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Ort: Krefeld
Beiträge: 1.773
Standard AW: steigende(arttypische??) aggression beim dogo canario?

http://www.molosserforum.de/veransta...-iserlohn.html

Da bist Du nicht der einzige mit solchen Problemen....
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Liebe Grüße
Annette
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  #5 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 11:39
Benutzerbild von Susanne
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Standard AW: Steigende (arttypische?) Aggression beim Dogo Canario?

Ich möchte ebenfalls aus der Ferne keine "Diagnosen" stellen und dementsprechend auch keine falschen Tipps geben. Aber ehrlich gesagt stößt mir eins echt sauer auf... Du weißt um das Schutzverhalten des Rüden und der Ängstlichkeit der Hündin, es kommen dir Leute mit einem angeleinten Hund entgegen, warum bitte schön hast du deine beiden nicht angeleint??? Das sind genau die Begegnungen die ich echt hasse, sorry!

Susanne
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  #6 (permalink)  
Alt 20.05.2011, 11:56
Kaiser / Kaiserin
 
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Standard AW: Steigende (arttypische?) Aggression beim Dogo Canario?

Zitat:
Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
Ich möchte ebenfalls aus der Ferne keine "Diagnosen" stellen und dementsprechend auch keine falschen Tipps geben. Aber ehrlich gesagt stößt mir eins echt sauer auf... Du weißt um das Schutzverhalten des Rüden und der Ängstlichkeit der Hündin, es kommen dir Leute mit einem angeleinten Hund entgegen, warum bitte schön hast du deine beiden nicht angeleint??? Das sind genau die Begegnungen die ich echt hasse, sorry!

Susanne
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Alt 20.05.2011, 22:26
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Standard AW: Steigende (arttypische?) Aggression beim Dogo Canario?

Zitat:
Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
Ich möchte ebenfalls aus der Ferne keine "Diagnosen" stellen und dementsprechend auch keine falschen Tipps geben. Aber ehrlich gesagt stößt mir eins echt sauer auf... Du weißt um das Schutzverhalten des Rüden und der Ängstlichkeit der Hündin, es kommen dir Leute mit einem angeleinten Hund entgegen, warum bitte schön hast du deine beiden nicht angeleint??? Das sind genau die Begegnungen die ich echt hasse, sorry!

Susanne
Du sprichst mir aus dem Herzen, noch dazu wenn man weiß, wie die Hunde reagieren. Ich finde es verantwortungslos! LG Manuela
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Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen
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  #8 (permalink)  
Alt 21.05.2011, 01:51
Ritter / Edle
 
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Standard AW: steigende(arttypische??) aggression beim dogo canario?

Zitat:
Zitat von zantoboy Beitrag anzeigen
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen dass die Molosser vom Verstand her erst so ab 3 Jahren erwachsen werden. Bei meinem kam der Territorialtrieb auch schleichend. Ich vermute (weil Ferndiagnose nicht funktioniert), dass bei dir 2 Faktoren zusammenkommen: Dein Hund ist jetzt erwachsen und er hat jetzt einen unsicheren Hundekumpan den er meint führen und schützen zu müssen. Wie verhält sich dein "Rambo" wenn du mit ihm alleine gehst, ohne die Hündin?
........danke , andrea; wichtig! allein sind wir 2 ein ruhiges team, will heissen, dass die ausnahme hier 2 hunde sind, welche den knaben in jungen jahren im freilauf arg zugesetzt haben. das hat er nicht vergessen....ich unterbinde jedoch jegl provokation im ansatze, WIR laufen dann ruhig vorbei!
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  #9 (permalink)  
Alt 21.05.2011, 02:01
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 23.05.2009
Beiträge: 14
Standard AW: Steigende (arttypische?) Aggression beim Dogo Canario?

Zitat:
Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
Ich möchte ebenfalls aus der Ferne keine "Diagnosen" stellen und dementsprechend auch keine falschen Tipps geben. Aber ehrlich gesagt stößt mir eins echt sauer auf... Du weißt um das Schutzverhalten des Rüden und der Ängstlichkeit der Hündin, es kommen dir Leute mit einem angeleinten Hund entgegen, warum bitte schön hast du deine beiden nicht angeleint??? Das sind genau die Begegnungen die ich echt hasse, sorry!

Susanne
ich habe doch bereits öffentlich hier gesagt, dass es MEINERSEITS ein versäumnis war, und es ist mein fehler, ok?! ich übernehme dafür die verantwortung. punkt hier ist jener, das wir uns auf einem FREILAUFGELÄNDE/hundewiese!! FÜR HUNDE BEFANDEN UND WIR MIT DER FAMILIE INKL HÜNDIN bisher einen entspannten kontakt pflegen konnten. ihre hündin war nicht angeleint, weil diese keinen kompatiblen kontakt zu allen pflegte, sondern ihrerseits nach anruf der halterin auf einige hunde "offensiv" reagierte. ...und nochmals: der rüde hat jenes verhalten vereinzelt und nicht konstant im kontakt. ändert nichts an meinem versäumnis!
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  #10 (permalink)  
Alt 21.05.2011, 11:50
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Standard AW: Steigende (arttypische?) Aggression beim Dogo Canario?

"Arttypisch" ist ein seltsames Wort in dem Zusammenhang - kam das von der "zertifizierten Hundetrainerin"? Und was soll das mit dem "Knuff" bitte bringen bzw. was hätte das dir in deiner Situation gebracht?
Ich kenne leider nur vielleicht eine handvoll DC Rüden etwas näher - und das meiste von Erzählungen der Halter.
Alle sind sehr impulsiv, aber nicht unberechenbar.
Bei meinem eigenen beobachte ich keine "steigende Aggression" in irgendwelche Richtungen - im Gegenteil, er wird immer ausgeglichener - ohne dabei ein "Schaf" zu sein.
Er zeigt teilweise ein sehr starkes "Schutzverhalten" - bei mir nicht, wenn wir mit "seiner" Hündin unterwegs sind (beide unkastriert) schon - es gibt dann grundsätzlich keine Kontakte mit fremden Hunden, egal welchen Geschlechts. Meinen anderen Rüden (andere Rasse bzw. Mix) betrifft das ganz genauso.
Ich würde deine Frage einfach mal mit "Nein" beantworten, ich will dir raten, den Rüden mal gesundheitlich auf den Kopf zu stellen, dir vor jedem Gassigang wieder ins Gedächtnis zu rufen, für welchen Verwendungszweck diese Hunderasse gezüchtet wurde d.h. in welchem "Feld" er ganz besonders gut ist (Wach- und Schutzhund!), ich will dich an deine Verantwortung erinnern, die du als Besitzer eines Hundes dieser Rasse in Bezug auf deine Umwelt und in Bezug auf alle Dogos Canarios und ähnliche Rassen trägst...wenn du DEINERSEITS Versäumnisse und Fehler in Sachen Sicherheit, die noch vor allem anderen steht, in eine höhere Bezugsebene stellst und wenn bei sowas mal was passiert (stell' dir mal vor deine Hündin hätte mitgemischt, das hätte sich hochgeschaukelt und die Familie hätte versucht einzugreifen), habe ich hier mit meinem DC vielleicht über Nacht deswegen einen offiziell "gefährlichen Hund" mit allen Schikanen, die das so mit sich bringt - und mit allen Konsequenzen, die gelistete Hunde tragen müssen...dafür reicht ein einziger Blick in ein Tierheim deiner Wahl...mal von dem Leid der Familie und des anderen Hundes ganz abgesehen - auch arbeiten solche komischen und unüberlegt anmutenden Themen-Titel in die selbe Richtung...gibt es doch schon Untersuchungen, die belegen, dass SoKa's & Co. keine gesteigerte Aggression im direkten Vergleich zu anderen Hunderassen aufweisen.

Und nur eins noch, weil man das hier so oft liest: Man macht es sich als Hundehalter sehr einfach, wenn man "Probleme" auf den Hund schieben kann - dann ist man ja scheinbar auch verantwortungstechnisch fein raus."Er ist halt dominant", "er ist halt aggressiv" oder "...welche mir elmo als einen gefährlichen hund deutet". Geh' es einfach mal von der anderen Richtung an - und zwar differenziert. Aber vielleicht wäre der beste erste Schritt ein Gang zum TA/TK, um auszuschliessen, dass er irgendwelche Schmerzen, Leiden, Stoffwechselstörungen etc. pp. mit sich rumträgt.
Amen.
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"Never underestimate the power of stupid people in large numbers."
Homer Simpson
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