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Mein Problemfall...
Hallo,
da ich hier im Forum schon einige interessante Dinge gelesen habe, bevor ich mich angemeldet habe, versuch ich es nun mal auf diesem Weg. Falls die Kategorie hier nicht richtig ist, bitte irgendwie verschieben. Unser Problem liegt darin, dass sich unsere Hunde, Huskymix Rüde, und Perro de Presa Mallorquin nicht verstehen. Und das ist mehr als harmlos ausgedrückt. Ich habe den Huskymix Mitch vor 4 Jahren aus dem Tierheim, inzwischen ist er etwa 8 Jahre alt. Mein jetziger Mann, hat vor 2 Jahren Bahia den Molosser, mit in die Beziehung gebracht. Der ist auch 8 Jahre alt. Von anfang an mochten sich die beiden nicht. Allerdings hatten wir gehofft, dass es mit der Zeit besser werden würde. Aber es ist viel mehr immer schlimmer geworden. Inzwischen ist es soweit, dass wir sie im gleichen Haus, völlig getrennt voneinander halten müssen. Das hat zur Folge, dass sie mehr oder weniger immer eingesperrt sind. Außerdem zieht mein Mitch dabei den kürzeren, da er einfach " lieber" ist. Bahia tritt auch schon mal die Tür ein, wenn man ihn wegsperrt. Ihm passt es absolut nicht, nicht bei seinen Menschen zu sein. Wir haben uns nun schon überall rat geholt, Maulkörbe ausprobiert, die dann doch nicht passen etc. Aber inzwischen bin ich am Ende. Ich zucke schon zusammen, wenn im Haus eine Tür aufgeht, in der Angst dass es jeden moment knallt. Denn wenn die beiden aufeinandergeraten gibt es Blutvergießen. Mitch musste schon mehrfach genäht werden, und inzwischen geht er mir seelich ein. Er ist ein superlieber Hund, der einfach nur geliebt und geknuddelt werden möchte. Der Molosser auch, aber mit einem benehmen wie bei Scott und Hudge.... Ich liebe beide Hunde, aber wir sind inzwischen so weit, dass ich ein neues Zuhause für Mitch suchen muss. Wir haben mit einem Züchter aus Berlin gesprochen, der uns sagte, dass er problemlos 8,9 Hunde zusammen laufen lassen kann, aber kommt ein nordischer Hund dazwischen oder einer mit blauen Augen ist es vorbei. Hat irgendjemand noch einen Tipp? Ich möchte gern alles getan haben, bevor ich meinen liebling abgeben muss... Danke im Vorraus Doro
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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken |
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Hallo Stefan,
etwas ähnliches hat uns eine Hundetrainerin auch gesagt. In den fast 2 Jahren hat sich bei den beiden ein lernprozess ergeben, der das ganze nicht leichter macht. Mit sicherheit haben wir nicht alles richtig gemacht. Ich hatte zwar 11 Jahre eine Bx Hündin, aber mit dem Husky ist das irgendwie was anderes. Er hat in seiner Kindheit so schlechte Erfahrungen gemacht, dass man ihn automatisch verwöhnt hat.... Er schreit nach Zuwendung... Anfangs hatten wir nur im Haus diese Probleme, aber inzwischen ist es auch im Garten eskaliert. Es wird wie gesagt statt besser immer schlimmer... lieben gruß Doro
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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken |
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Hallo Doro,
ich hoffe du hast das nicht als Vorwurf aufgefasst, als Aussenstehender kann man leicht analysieren und hätte es selbst wohl falsch gemacht. Was meinte denn die Hundetrainerin zu der Situation? Ich persönlich glaube, ohne eure Lage beurteilen zu können, dass es mitunter zwischen zwei Hunden einfach nicht mehr geht. Anderseits sind beide 8 Jahre alt, wenn es logistisch möglich ist, würde ich versuchen, die Hunde zu behalten. In der Wohnung konsequent trennen und draußen angeleint und mit Maulkorb. Ist natürlich viel leichter gesagt als getan...
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Es grüßt Stefan Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. (R. Descartes) |
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Zitat:
Aus der Ferne fällt auch mir schwer zu raten, habe aber auch noch eine Frage. Wie lastet Ihr die Hunde aus? Gemeinsam einzeln, wie lange? mit was? |
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Zitat:
Bei Nordischen aller möglichen Rassen hingegen stimmt die Chemie meist sofort. Aber zurück zu der Problemsituation: so wie Stefan befürchte ich, dass es hier nicht mehr allzu viel zu retten gibt: die "Feindschaft" dürfte derart festgefahren sein, dass ein harmonisches Zusammenleben nicht mehr möglich werden wird. Es könnte durchaus sinnvoll sein, den einfacheren Hund mit den besseren Vermittlungschancen wegzugeben... allerdings ist auch der schon 8 Jahre alt und hatte keine gute Vorgeschichte, so dass es einem besonders weh tut, kapitulieren und ihm einen erneuten Halterwechsel zumuten zu müssen. Wobei es ihm bei vernünftigen Haltern mit entsprechender Aufmerksamkeit, Zuwendung und Auslastung sicher bald gut ginge. Bei einer dauerhaften Trennung im selben Haushalt müsste man IMHO dafür sorgen, dass die Hunde nicht einfach nur in einem Zimmer weggesperrt werden... sondern dass ihnen größere Bereiche zur Verfügung stehen, in denen sie sich frei bewegen können und Familienanschluss haben. Bekannte von uns haben drei Rüden, von denen einer komplett unverträglich ist. Sie haben ihr Haus etagenweise aufgeteilt... und mind. eine Person ist einen Großteil seiner Freizeit bei dem Einzelhund. Ist für die Beziehung natürlich auch nicht gerade prickelnd... Grüßlies, Grazi
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Don't accept your dog's admiration as conclusive evidence that you are wonderful. (Ann Landers) Molosser-Vermittlungshilfe und Kampfschmuser-Vermittlungshilfe |
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Hallo,
Sind beide kastriert? Natürlich macht das Aussperren die Situation nicht besser...ganz im Gegenteil. Sind die beiden auch alleine im Haus (z.B. wenn ihr Arbeiten geht) und habt ihr sie dabei von Anfang an im Haus getrennt? Könnt ihr noch zusammen Gassigehen, oder ist es da auch schon "eskaliert"? |
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Hallo, ich versuch mal eine Frage nach der anderen zu beantworten.
Das mit dem Ausgelastet kommt inzwischen völlig zu kurz. Ich kann alleine nicht mehr mit beiden zusammen gehen. Sie vertragen (ignorieren) sich dann zwar, aber wenn uns ein anderer Hund entgegen kommt muss ich beide festhalten,(Und wenn ich beide festhalte habe ich eine Beißerei vorprogrammiert) den großen weil die Leute Angst haben, und den anderen weil er ein wenig "überdreht" wenn er Hunde sieht. Inzwischen wissen wir, dass das daran lieben könnte, dass er einen Hoden in der Bauchhöhle hat. Ich habe ihn zwar kastriert aus dem Tierheim bekommen, aber die haben anscheinend nicht mal drunter geguckt. Lange Zeit wollte ich ihm keine OP zumuten, da er Probleme mit seinen Knochen, HD etc hat und uns die Tierklinik gesagt hat, das wäre nicht nötig. Nun haben wir uns aber entschlossen es machen zu lassen in der Hoffnung, dass es noch etwas an der Situation ändert. Er wird am 28.07. operiert. Ausserdem darf er nicht mehr allzuviel laufen, da er sonst Schmerzen in der Hüfte hat. Ansonsten haben wir einen großen Garten, und durch die Pferde, die ich am Haus habe waren sie immer mit draußen. Wir musssten sie im Haus von Anfang an trennen. Wir haben zwar ein großes Haus, einen großen Garten, aber eine Trennung in größere Bereiche ist nicht machbar. Ich bin zwar Tagsüber viel zu Hause, aber ich kann mich nicht teilen, und genau das erwarten die Beiden. Wobei Bahia wie gesagt eher seinen Willen bekommt, da er der sturste Hund ist den ich kenne. Wenn er meint er möchte zu mir, wird das was im Weg ist halt bearbeitet.... Nein, ich habe das nicht falsch aufgefasst. Ich weiß, dass ich in dieser Situation nicht alles richtig gemacht habe. Ich bin wirklich für jeden Rat dankbar. Ich weiß nicht ob das stimmt mit dem Exterieur der Hunde, aber ich weiß, dass ich daran nichts ändern kann. Bahia wird nach Mitch kastriert, obwohl er sich überhaupt nicht wie ein unkastrierter Rüde benimmt. Ihn interessieren nicht mal läufige Hündinnen. Aber vielleicht hilft es. Danke an alle die sich Gedanken machen und einen lieben Gruß Doro
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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken Geändert von Doro (22.07.2008 um 10:35 Uhr) |
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Hallo Doro,
ich denke Du solltest nicht beide Hunde kastrieren. Vielleicht, falls tatsächlich hormonell bedingt, den in der Rangordnung schwächeren Hund kastrieren. Da Mitch anscheinend schon den ersten Teil hinter sich hat, diesen kastrieren, Bahia aber nicht. Vielleicht könnte sich so eine Ordnung einstellen. Gruß, David
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Ein Affe verliert erst die Angst vor den roten Beeren, wenn er sieht, dass sie auch ein anderer isst. Äffchen sieht's und machts nach. So einfach ist das. Dr. Gregory House |
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Hallo,
ich habe die gleiche Meinung! Mitch - also den offensichtlich "Schwächeren" - erstmal "richtig" kastrieren und dann abwarten. Wo ist denn dein "jetziger Mann" den ganzen Tag und wie hat er seinen Bahia, bevor er dich kennengelernt hat, in sein Leben eingebunden? Hat er ihn mit in die Arbeit genommen? Kann er das nicht mehr ab und an machen? Wenn sich die beiden beim Gassigehen "dulden", würde ich nach der Kastration hier ansetzen - und zwar mit deinem Mann zusammen und einem (Einzel-)Hundetrainer, dann im Garten, dann im Haus... Ich würde noch nicht aufgeben. |
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