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Alt 29.08.2008, 15:48
Benutzerbild von Napo
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@peppi

Naja, ich stell mir nicht vor aus dem Kleinen den "perfekten Hund" zu machen.
Aber ich gebe einfach mein Bestes, um den Kleinen gut zu erziehen.
Mit meiner Hundeschule bin ich sehr zu frieden und ich bin da durchaus kritisch.
In einer anderen Hundeschule sollte ich meinem Nero damals einen Stachelwürger anlegen, weil er ja ein großer "kampfhund" ist!!!
Dabei war Nero der absolute Traumhund, der nichts wollte, außer mit Mensch und Tier zu schmusen und seinem Herrchen zu gefallen.
Über die jetzige Hundeschule lass ich wirklich nix kommen.
Wenn es mit einem Hund spezifische Probleme geben sollte werden auch Hausbesuche und Einzelstunden angeboten etc.
Wie gesagt, Nero hatte schon als Welpe einen ruhigen subdominanten Charakter. Er hat nie etwas zerbissen, was nicht ausdrücklich ihm gehört hat. Nicht einen Schuh, gar nichts. Odin ist das andere Extrem, weswegen ich (und auch meine Eltern) anfangs nicht wirklich wusste, wie ich mit ihm umgehen soll. Hier im Forum habe ich von einer sehr kompetenten und netten Person die ersten Tipps und Erklärungen bekommen. Dafür nochmal Danke!
All diese Tipps und Erläuterungen wurden mir von unserer Trainerin in der Hundeschule bestätigt und vertieft.


Zum Verhalten eines "Alpha-Rüden-Welpen"
Alpha-Rüden sind nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme.
Bei großen Molossern (Odin ist ein Mastino-Mastiff) wird der ausgewachsene Hund aber mit Herrchen oder Frauchen garantiert Schlitten fahren, wenn man ihn bei der Erziehung nicht in den Griff bekommt.


Daran erkennt man einen Alpha-Rüden-Welpen:

Du gehst einen großen Wurf Welpen ankucken. Alle Welpen spielen wie wild miteinander. Nur einer (meist auch der größte und dickste von allen) schaut eher zu. Alle sind ins Spielen vertieft und merken gar nicht, dass da jemand kommt, es interessiert sie auch nicht, außer er. Er läuft auch direkt auf Dich zu und begrüßt Dich. Das ist der Alpha-Rüde im Wurf. Der braucht mit den anderen nicht mehr kämpfen, er weiss, dass er der Boss unter seinen Geschwistern ist, er passt auf das Rudel auf.
Die ersten Tage und Wochen im neuen Zuhause läuft alles normal. Dann gibts die ersten Probleme. z.B.: Du willst das Spiel abbrechen, weil der Kleine zu grob kabbelt. Mit dem Abbruch des Spiels ist er nicht einverstanden, weil er bestimmen will, wann gespielt wird und wann nicht. Dann wird er richtig giftig. Knurrt, brummt, schnappt...
Er lässt sich auch nicht gern tragen und wehrt sich mit aller Gewalt dagegen, weil ihm da die Kontrolle entzogen wird. Er kann es nicht leiden tiefer zu sitzen, als jemand anders. Er beansprucht das Eigentum von Dingen, bei Odin war es eine Liege im Garten. Wenn sich jemand draufgesetzt hat, ging er sofort auf den oder diejenige los und das nicht spielerisch.
In der Welpengruppe wollte er wenn dann nur mit Kleineren spielen, als der erste Größere kam, hat er den Kamm gestellt geknurrt und wollte den anderen unterbuttern. (Was ordentlich in die Hose ging)
...
Ein einzelner von den genannten Verhaltenspunkten macht sicher noch keinen Alpha-Rüden aus. Aber all das zusammen durchaus.



Odin war der einzige Welpe in der Hundeschule von über 20 Welpen (wir wurden dann in zwei Gruppen aufgeteilt, wegen der hohen Zahl) der ein solches Verhalten an den Tag legte. War ganz nett peinlich, als er schon in der 2. Unterrichtseinheit nach ca. 20 Minuten keinen Bock mehr hatte, sich auf den Rücken legte und geknurrt und geschnappt hat, wenn ich ihn anfassen wollte. Die Trainerin hat mir gezeigt, wie mit ihm in so einem Fall umzugehen ist und hat betont, dass diese Methode nur in speziellen Fällen (also für alle anderen Welpen der Gruppe tabu) und niedrig dosiert einzusetzen ist.
Man hält ihm die Schnauze zu und drückt ihn flach auf den Boden, so dass er sich nicht bewegen kann. So lange, bis er ganz ruhig ist und das kann durchaus 2-3 Minuten dauern. Das ist verdammt lange! Danach weggehen und ignorieren. Wichtig: Man tut dem Hund dabei nicht weh! In der Theorie klingt das einfach, aber es sollte einem auf jeden Fall praktisch gezeigt werden!
Odin hat dabei gequiekt und gejault, man hätte meinen können er wird gerade aufs Äußerste gefoltert. Die Trainerin hat dann auch gemeint, dass sie ein so ausgeprägtes Selbstbewusstsein und so heftigen und andauernden Widerstand bei einem 11wöchigen Welpen bisher noch nicht gesehen hat.
Odin hat diese Prozedur in den darauf folgenden Tagen noch genau dreimal gebraucht. Danach nie wieder. Das allein bringt natürlich gar nichts, wenn es nicht von dem konsequentem Verhalten ggü. dem Hund flankiert wird. Handfütterung, vor ihm durch Türen, üben der Kommandos, Abbrechen des Spiels, Geben und Wegnehmen der Spielsachen.
Ein ganz wichtiger Punkt waren auch die anderen Welpen in der Welpengruppe. Da musste er sich nämlich auch erstmal 2-3 Abreibungen einfangen, weil er gemeint hat, er steht ganz oben in der Rangordnung.

Wie gesagt, mit Odin läuft es jetzt sehr gut, mal abgesehen von den Maröttchen, die, wie auch peppi sagt, ganz normal sind. Aber ohne guten Rat und Welpenschule hätte ich das alleine so nicht hinbekommen.
Um nochmal zu verdeutlichen, was für ein Sonderfall Odin darstellte:
Meine Eltern hatten schonmal einen einjährigen "Problem-Neufundländer" übernommen, kamen aber mit Theo (so hieß er) dann bestens zurecht. Es fehlt also nicht an Hundeerfahrung (Meine Familie hält seit über 100 Jahren stets große Hunde). Wir hatten bisher einfach noch keinen (Alpha)Odin.
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Alt 16.09.2008, 19:50
Gast20091091001
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Zitat:
Zitat von Napo Beitrag anzeigen
Es fehlt also nicht an Hundeerfahrung (Meine Familie hält seit über 100 Jahren stets große Hunde). Wir hatten bisher einfach noch keinen (Alpha)Odin.
Hallo Napo,
Warum schreibst du denn andauernd von einer "hundertjährigen Hundeerfahrung"? Du willst doch hier ernst genommen werden, oder?

Zitat:
Zitat von Napo Beitrag anzeigen
Also:
Odin hat auf ein Nein mit der klaren Ansage reagiert, dass es für ihn kein "nein" gibt. Auf einen leichten Klapps auf den Hintern mit Schnappen und einem Gegenangriff seinerseits. Zuerst habe ich es mit ja Belohnungen versucht. Das lies ihn völlig kalt.
Odin ist beileibe nicht unser erster Hund, aber der erste, der sich durch wirklich überhaupt nichts beeindrucken lies.
Wie habt ihr denn dem Hund das "Nein" genau beigebracht, also wie habt ihr ihm gelernt, was das überhaupt bedeutet ?
Was sind denn "Ja Belohnungen"? Oder ist das ein Vertippsler?
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  #3 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 20:09
Benutzerbild von Napo
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Das "ja" ist ein Tüppfehler. Wenn es vor dem "mit" steht, machts Sinn.

Odin war sich der Bedeutung eines "nein" durchaus bewusst.
Und es wurde ihm auch richtig beigebracht.
Bei ungwünschtem Verhalten gibt es ein "nein" und das Verhalten wird abgebrochen. Z.B.: Er nagt irgendwo rum, -"Nein"- er hört auf zu nagen und kuckt,-> er bekommt ein Spielzeug oder Leckerlie.
Natürlich beachten, dass er nicht Sachen macht und auf ein "nein" wartet, um
belohnt zu werden. Sonst heißt "Nein" - "gut gemacht, du kannst jetzt aufhören und kriegst Belohnung."
-"Nein"- er hört nicht auf zu nagen, das "nein" wird wiederholt, während man ihm das Nagen unterbindet...
Wichtig ist natürlich die Stimmlage, die gegenüber einem positiven "super" klar unterscheidbar sein muss.
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  #4 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 20:13
Jacci
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Zitat:
Zitat von Ongoing Guerillas Beitrag anzeigen
Hallo Napo,
Warum schreibst du denn andauernd von einer "hundertjährigen Hundeerfahrung"? Du willst doch hier ernst genommen werden, oder?
OG, das ist das Hundehaltergen, noch nicht gehört?

@Napo
Deine Beschreibung liest sich für mich definitiv nicht nach Alpharüde, sondern nach übersteigerter Unsicherheit.
Dass man dagegenwirken muss, ist klar. Nur das "wie" ist entscheidend. Alle anderen Geschichten (Rollerblades, Reiter) hören sich schon mal gut an. Aber was damals gelaufen ist, war Blödsinn und überflüssig wie ein Kropf. Das kannst Du der Trainerin auch gern weiterleiten. Ich denke einfach, die war genauso ratlos wie Du, weil ihre Erfahrung nicht weiterhalf. Dann macht man schon mal einen auf fadenscheinig und erklärt ein Baby zum Alpha.

Weißt, meine Emma war eine sehr dominante Hündin, ein typisches Alphatier. Das stellte sich allerdings erst mit zunehmendem Alter heraus.
Angst? Beißereien? Schnappen? Das hat so ein Tier gar nicht nötig. Die war total souverän und auf dem Platz wurden alle ganz kleinlaut, wenn sie kam. Wenn doch mal einer muckte, ist sie nur aufgestanden und hat maximal gebrummt. Und kein Hund vor ihr war so gelehrig und leicht zu erziehen.
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  #5 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 20:38
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Napo:war das dein Hund?keine sorge jacci Bild ist § 106 UrhG frei

wenn ja:kann ich dir sagen du hast den hund jedesmal zurück gezogen,obwohl er nichtmal den anderen angeschaut hat.was immer das bedeuten soll
schreib doch mal herr poidinger der kennt bestimmt genügen Spielpartner oder Trainer falls gesucht..
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  #6 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 20:43
Jacci
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Zitat:
Zitat von cane de presa Beitrag anzeigen
keine sorge jacci Bild ist § 106 UrhG frei
........
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  #7 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 21:13
Gast20091091001
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Hallo Napo,
Ich kann dir nur sagen, was ich an deiner Stelle machen würde - ganz lieb gemeint! Ich würde erstmal gross reine machen. Ich würde mich mental von dem "Alpha-Rüden-Symptom" verabschieden, dann von der Hundeschule. Dann würde ich das mit der "hundertjährigen Hundeerfahrung" gleich mal über Bord schmeissen und das mit dem "Nein" plus "leichtem Klapps" ebenso.
Dann würde ich, in einer entspannten und "lockeren" Athmosphäre, erstmal das Abbruchsignal einüben und immer wieder, täglich, festigen...
Leider kapiere ich die Suchfunktion nicht, sonst würde ich dir den Link zum Abbruchsignal hier einstellen...
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  #8 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 21:17
Gast20091091001
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PS: Von der Hundeschule verabschieden...und mir eine neue suchen, meinte ich!
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  #9 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 21:35
Jacci
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Zitat:
Zitat von Ongoing Guerillas Beitrag anzeigen
Leider kapiere ich die Suchfunktion nicht, sonst würde ich dir den Link zum Abbruchsignal hier einstellen...
Meintest Du den? den hast Du schon mal verzweifelt gesucht

Zitat:
Zitat von Djego Beitrag anzeigen
...
Was das Abbruchsignal angeht so haben wir NEIN.
Geübbt haben wir das so:

1. Leckerlie in die Hand und ihm dann geben.
Das haben wir ein paar mal hinter einander gemacht.
2. Dann wieder Leckerlie in die Hand und als er sich das dann einfach nehmen wollte gabs ein NEIN und die Hand ging zu.

Das haben wir ein paar mal gemacht bis es richtig geklappt hat. Sobald er auf das NEIN richtig reagiert hat haben wir ihn dafür auch gelobt.
Dann haben wir mit etwas kleinem angefangen. Wir waren laufen... er wollte in die andere Richtung. Ein NEIN und er hat davon abgelassen und so haben wir das langsam aufgebaut.
Heute benutzen wir das NEIN allgemein als Abbruchsignal egal was er gerade macht. Und bis jetzt klappt das auch richtig gut.

Grüßle
Franzi
Hier steht einiges zu dem Thema: http://www.molosserforum.de/showthre...hsignal&page=2
Was anderes find ich so auf die Schnelle auch nicht.

Geändert von Jacci (16.09.2008 um 21:38 Uhr)
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  #10 (permalink)  
Alt 16.09.2008, 21:21
Benutzerbild von Napo
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I do not feed the troll.

@ all
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