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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
hallo kerstin,
ich kann das thema sehr gut nachvollziehen, hatte ich fast genauso. so ca. ab 11ten monat gings los mit den pöbeleien von unserem. ich kann dir sagen, das war ein hartes jahr bis ich ihn soweit hatte, einigermaßen souverän an anderen rüden vorbeizugehen. das ist pubertäres verhalten. ein liebes hündchen, dass sich mit allen verträgt, wünschen wir uns alle. geht aber nicht mit einem pubertierenden vollproll. es gibt übrigens mehrere rüpelphasen, nur um dich schon einmal vorzuwarnen. meine reaktion war, ihn nicht alleine entscheiden zu lassen. das hieß für ihn, hund von weitem, an die leine. basta.kein hund in der nähe, da lauf. bei pöbeleien nutzte auch kein leckerchen und keine motivation, da war bei uns konsequenz angesagt. besonders eingeschossen hatte er sich auf einen berner sennen rüden, der in etwa sein alter hatte. als der mann mit fahrrad und hund an uns vorbeifuhr, konnte ich meinen mit müh und not in einen hauseingang zerren. da habe ich ihn mir aber richtig bei den backen gepackt, hat ihn aber nicht sehr interessiert.ich bin dann nachher bei dem herrn vorbeigegangen um die situation zu erklären, zum glück hatte er verständnis und sich sogar mit uns verabredet. während er dann dreimal nah an uns vorbeigeradelt ist, habe ich meinen an einen laternenpfahl gebunden und sitzen lassen. platz hätte den druck wahrscheinlich noch erhöht. die körperhaltung war in der zeit in etwa wie die reklame einer bekannten autofirma, wo das auto in einen roboter mutiert. in der hundeschule haben wir dann solche situationen mit absicht provoziert. das hat stunden gedauert, bis er endlich nicht den blick des anderen hundes suchte, sondern beiseite schaute um ärger vom trainer und mir zu vermeiden. inzwischen geht er gut an anderen vorbei, auch wenn die anfangen sich aufzubauen, da reicht fuss und schau und schon bei leichten ansätzen seinerseits ein nein. und dann denk ich, geht doch, haste gut hinbekommen und danach in der schule brezelt er seiner besten hundefreundin einen über. da bin ich ja fast vom glauben abgekommen. sie wollte spielen, setzte ihm dabei 3 - 4 mal die pfote auf den rücken (deutsches doggenmädchen) und rabums, schmeisst er sie auf den rücken um zu demonstrieren ich bin hier king of the koppel. nun habe ich auch einen roman geschrieben. 100%ige tipps, wie gerade dein hund durch die pubertät zu bringen ist, habe ich natürlich nicht, das ist von hund zu hund verschieden, das ist halt mein persönlicher erfahrungsbericht. du gehst doch in eine hundeschule? sprech den trainer daraufhin an, die haben dann individuellere tipps. ansonsten wünsche ich dir gute nerven und viel kraft |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
moin,
guck mal hier: http://www.molosserforum.de/erziehun...ere-hunde.html joshi pöbelt zwar nicht, aber ich denke, das prinzip ist das gleiche. toi toi toi |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
Muss ja auch mal berichten, wenn etwas klappt
Also habe die letzten Tage Begegnungen mit anderen Hunden provoziert um gezielt zu üben. Einige Male ging's gut und zweimal versuchte er den Dicken zu machen. Aber das hielt sich in Grenzen und mit Sitz ging's ganz gut. Aber für den Anfang find ich das schon ganz in Ordnung. Blöd ist halt nur, dass die anderen fast immer ohne Leine sind und ich mir nie sicher sein kann, dass sie nicht doch auf die Idee kommen zu Apollon zu laufen. Bin jetzt zuversichtlich das Problem im Keim ersticken zu können, mit Konsequenz und ganz viel üben Danke euch für die Tipps |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
Moin,
hätte ich meinen Rüden noch, hätte ich mich zum gezielten Üben angeboten, aber mit Amy hat es wenig Sinn. Ich hatte natürlich die gleichen Probleme. Mein Ziel war es einen Hund zu haben, der, wenn er angeleint ist, cool weiterläuft. Im Freilauf kann es immer mal knallen; Du kennst ja die anderen Hunde auch nicht. Man muss akzeptieren, daß sich der eigene Hund eben NICHT immer mit allen verträgt. Am wichtigsten ist ein fest verankertes Abrufsignal. Ist er aber schon "in der Kommunikation", ist es schwierig ihn abzurufen. Hohe Schule. Hat bei mir auch nicht immer geklappt. Dann habe ich ihn auf jeden Fall von dem anderen Hund "abgesammelt", falls dieser deutlich kleiner war. Im Nachbarsbereich, also Rüden die Du oft triffst, würde ich fleissig mit den anderen Hunden angeleint zusammen spazierengehen. (Also alle Hunde angeleint, aber in dichter Nähe, langsam annähernd) Im täglichen Revier vor der Tür ist es am schlimmsten. Dort sind sie alle Wiesen-Sheriffs. Bei uns haben sich Konflikte immer entspannt, wenn man regelmäßig zusammen gelaufen ist. Rüden die wir regelmäßig getroffen haben waren okey, bei Fremden habe ich Vorsicht walten lassen. Da entschied die Sympathie und es hat auch öfters gekracht. Viel Erfolg!
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Gruß aus dem Norden Andrea und Amy |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
Hi!
Ich kenne das. Und arbeite momentan mit meinem Trainer daran. Djego wurde in der letzten Zeit zweimal massiv von anderen Rüden angegangen (beim zweiten mal konnte ich ihn grad noch von der Leine lassen) und nun ist Schluß mit lustig, sobald ein anderer ihn auch nur fixiert. Ich an der Leine geb natürlich einen super Wurfanker ab. Naja mein Training sieht momentan wie folgt aus: Jetzt am Anfang arbeite ich noch mit einem Halti, weil mein Trainer der Meinung ist, daß ich dann vom Kopf her selbst schon ruhiger bin, weil ich mir einbilde ihn besser unter Kontrolle zu haben. Aber ich lasse die Leine immer durchhängen! Also meine Waffen sind momentan: - Halti (für mein Gefühl) - Wasserspritze - Kommando "Nein" - und natürlich meine Körperhaltung Djego läuft bei Hundebegegnungen locker links von mir am Halti und in der rechten Hand hab ich die Wasserspritze schon bereit (aber so, daß Djego sie nicht sieht). Wenn der andere Hund anfängt rum zu pöbeln und Djego darauf einsteigt (da reicht alleine das aufbauen des Körpers), kommt gleichzeitig (sehr wichtig) das Kommando "Nein" und ein Spritzer aus der Wasserspritze. Danach ist der "Gegner" schon vorbei, Djego schüttelt sich und läuft total easy weiter. Was dabei wichtig ist, ich schau, weil Djego links läuft, daß der andere Hund auf der anderen Seite ist, weil ich Djego ja genau beobachten muß und dabei signalisier ich ihm durch das weg schauen vom anderen auch noch mein Desinteresse an dem. Der nächste Schritt wird sein, das ein "Nein" mit dem weiterlaufen kommt. Wenn er allerdings nicht auf das "Nein" reagiert kommt der Wasserspritzer hinterher. Wir bauen also das "Nein" als totales Abbruchsignal auf - egal was kommt! Wenn er auf das "Nein" wirklich richtig gut reagiert kommt auch das Halti für mein Gefühl weg. Gleichzeitig gehe ich aber mit Djego noch in eine Spielstunde. Er soll sich ja weiterhin noch mit anderen Hunden verstehen. Grüßle Franzi |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
ich laß bacon sitz machen er soll mich anschauen (was er auch macht ), hund läuft vorbei er bekommt ein lecker , ich warte noch einen kleinen moment bis wir wieder weiter gehen !!!!!
klappt gut.., die steigerung is dann einfach weiter laufen .., da warte ich aber noch etwas mit, will nicht wieder von vorne anfangen !!!!! hab meine futtertube wieder in gebrauch, fülle sie mit leberwurst da steht er voll drauf, laß mir die wurst allerdings von den fingern ablecken damit er nicht so auf die tube fixiert ist !!!!!!!!!!dann hab ich halt noch leberwurst reste an den finger mit hundesabber gemischt, was solls bin eh immer total versabbert wenn wir rausgehen!!!!!! benutze die wurst als jackpot , vor allem wenn ich das kommen übe.., im moment läufts echt suppi, aber will uns mal nicht zu früh loben !!!!!! is zwar kein neuer tip aber es klappt ...... lieben gruß conny |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
Hi kerstin willkommen im Club. ich hatte das mit Knut in dem Alter auch und war ständig frustriert. Aber da hilft nur üben, irgendwann wirds wieder besser. Knut hat sich teilweise auch im Auto aufgeführt wie ein Superprol, wenn draußen ein Hund lief, selbst wenn im fernsehen einer gebellt hat, hat er sich davor gesetzt und den dicken max gemacht,wird jetzt auch besser. Mit Halti üben finde ich gut, dann hat man das gefühl, man hat den Bub unter kontrolle. ich habs jetzt noch immer einstecken für alle fälle (oder einfach für meinen Kopf). das mit dem Unterwerfen kenne ich, das hat Knut auch schon ein paarmal gemacht, die fixieren ann ihren gegner nur, aber kommt halt bei den Besitzeren der anderen hund nicht so gut an. "Entschuldigung, er macht ihrem Hund nichts, er fixiert ihn nur...." würde dann vielleicht doch den Freilauf mit unbekannten Hunden erst mal lassen.
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liebe Grüsse von Gabi, den Boxerles Aura und Alfons und Knut und Daisy unvergessen hinter der Regenbogenbrücke |
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AW: Rüden und Leine, brauche Hilfe
Bin ja schonmal dankbar für eure Tipps und auch, dass ihr die gleichen Probleme habt/hattet. Denn als das neulich passierte war eine Nachbarin anwesend (finde das immer sehr unpassend in so einem Moment) und die sagte: "Also ich bin mit Deutschen Schäferhunden große geworden und dieses Problem ist mir neu." So etwas entmutigt einen in so einer Situation natürlich noch mehr, auch wenn mir das Problem schon von unserem ersten Hund (DSH-Rotti-Mix) bekannt war.
Damals war ich allerdings noch ein Kind und der Hund hörte sehr gut auf mich und ich ließ ihn, wenn ich mal mit ihm gehen musste, meist ohne Leine. Dann war er der liebste Hund der Welt. Doch meine Mutter strahlte von Beginn an Unsicherheit aus, lies ihn an der Leine und erzog sich so eigentlich einen Leinenpöbler. Dadurch wuchs die Unsicherheit, ein Teufelskreis... Sie war auch in der Hundeschule mit ihm und dort wurde auch der Stachel empfohlen bzw. war Vorraussetzung für einen 60kg Hund. Sie wusste es nicht besser und vertraute den Trainern dort, so dass er eigentlich ein Leben lang damit rum lief. Nur war er auch damit kaum zu halten, wenn bestimmte Rüden kamen. So dass sie ihn einmal an einen Baum band, als einer dieser Rüden kam. Was passierte?? Cesar türmte sich auf, gab ein furchterregendes Grollen von sich und zerriss den Würger!!! Keine Ahnung wie das möglich war, aber nun dachte meine Mutter es sei aus mit dem anderen Rüden. Zumal es sich um einen Collie handelte, der schon gewichtsmäßig komplett unterlegen war. Es war für wenige Sekunden wirklich laut und dann standen die zwei schwanzwedelnd beieinander und haben sich beschnuppert... Von da an wurde auch meine Mutter etwas lockerer. Aber zurück zu Apollon. Ich habe in den letzten Tagen versucht gezielt auf andere Hunde zu treffen. Und bis jetzt ging es ganz gut. Aber wie das immer so ist, wenn man Begegnungen will, dann trifft man niemanden. Und hinzu kommt noch, dass wir hier einen Großteil der Hunde kennen. Und mit denen versteht er sich ja super, auch an der Leine. Ich habe auch bis zu dem Zeitpunkt als er mit dem bellen und knurren an der Leine begann mir absolut keine Gedanken gemacht, dass es jemals dazu kommen könnte. Denn wenn er mal böse angeknurrt wurde, ist er einfach weitergegangen, hat sich absolut gar nicht dafür interessiert. Ich habe ihn dafür immer gelobt und hatte die Hoffnung, es würde so bleiben. So kann man sich täuschen. Halti hab ich auch noch hier liegen, ist vielleicht gar keine schlechte Idee es immer dabei zu haben. Apollon wiegt zwar (nur) 40kg, aber auch da steckt schon genug Kraft hinter. Und die Spritzpistole könnte ich mir auch mal zulegen. Hier in der Wohnung reagiert er auch auf die Blumendusche. Ich werde nichts unversucht lassen. Denn mittlerweile hat mein Hund es doch geschafft mich zu verunsichern, so dass ich selbst beim Ballspielen die Schleppleine benutze. ich halte euch auf dem Laufenden |
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