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  #1 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 17:51
Benutzerbild von Claudia Aust-W.
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 24.06.2005
Beiträge: 925
Standard Kontroverses Thema - Ernährung!

Hi!

Auf einer Herdenschutzhund-Mailinglist, an der ich teilnehme, ging vor einigen Tagen das Thema "Ernährung" um und wurde teilweise sehr emotional und kontrovers behandelt!

Heftigst nahmen die "Barfer" und die "Trofu´s", sowie "Mischi´s" Stellung.

Es wurde in den Raum gestellt, daß Trockenfutter auf Dauer die Hunde krank macht. Alle möglichen Langzeitschäden (Haut, Nieren, Skelett, Immunsystem...) wurden genannt.

Die Barfer schilderten in köstlichen Details, was sie ihren Hunden zu futtern geben. Nein, sie geben es ja nicht nur, sie kochen und bereiten es.

Alles schön und gut......jedem Tierchen sein Plesierchen....

Mir stieß trotzdem einiges sauer auf. Folgende Gedanken hatte ich:


1. Welcher Hundehalter macht sich die gleichen Gedanken darum, was er zu sich nimmt und wie er sich und seine Familie ernährt, genauso wie er es bei seinem Haustier tut???

2. Ist es gerechtfertigt, für die Familie bei Aldi einzukaufen (überspitzt gesagt!!!!) und dem Haustier aber mit allerlei Finesse und Überlegung zu kochen, "schnödes" Trockenfutter abzulehnen, weil es zu schlichtweg als zu schlecht für´s Tier gehalten wird?

3. Ist es moralisch tragbar, in aller Bandbreite darüber zu streiten, wer, wie, was und überhaupt am Besten für sein Tier sorgt, kocht, füttert,....verwöhnt??? - während Millionen von Menschen nicht einen Bruchteil von dem bekommen, was unsere Haustiere an Nahrung erhalten???


Ich weiß, daß sich daran die Gemüter erhitzen können, aber mich würde eure Einstellung trotzdem interessieren.
Schön wäre es auch, wenn wir uns dabei NICHT gegenseitig angreifen würden !!

LG!
Claudia (selbst Trofu und Mischi....und ich werfe Essensreste nicht in die Tonne! )
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  #2 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 18:37
Benutzerbild von bmk
bmk bmk ist offline
EvilObertoll
 
Registriert seit: 18.02.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 2.203
Standard

zu punkt drei kann ich nur sagen: ich kauf fürs viehzeug weder billig noch super teuer. beim katzenfutter beispielsweise mittelklasse nassfutter und hochwertiges trofu.
der hund bekommt gemischt, sowohl trofu als auch rohnahrung.
ich hab da keinerlei moralische bedenken auch mal tiefer in die tasche zu langen. ich habe mich entschieden tiere zu halten und das tue ich nach bestem wissen und gewissen. das leute verhungern ändert sich nicht dadurch, das meine tiere billigfrass bekommen. das würde ich meinem kind (so ich eins hätte) auch nicht geben weil anderswo menschen verhungern.
ich hab verantwortung übernommen und werde der bestmöglich gerecht. und selbst wenn ich teuren schnickschnack kaufe bleibt das mir überlassen.

ich selbst gönne mir in soweit meine mittel das erlauben auch gern mal was gutes, da kommen die tierchen auch nicht zu kurz...ich kauf sehr gern neue kratzbäume oder halsbändr oder so.
__________________
What you call the disease,
I call the remedy
What you're callin' the cause,
I call the cure
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  #3 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 18:47
Pepsi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Der Grundsätzlichste Gedanke ist doch, daß weder die Kinder noch die Hunde (oder Tiere allgemein) irgendwo an der Ecke standen und geschrieen haben: LOS NIMM MICH MIT!!! sondern WIR haben uns doch für SIE entschieden! Und das nicht im Zustand einer geistigen Umnachtung. Demnach müssen wir für alle das tun, womit alle gut zurecht kommen.

Zu Punkt 3. Ich bin nicht ins Suaheliland geflogen und habe dem Suahelimann gesagt er solle 10 Kinder machen. Ich denke da nach der Dewise "selbstgewähltes Schicksal". Jeder muß selbst zusehen wie er aus seinem Schlamassel wieder rauskommt.
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  #4 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 19:12
Benutzerbild von Claudia Aust-W.
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 24.06.2005
Beiträge: 925
Standard So einfach?

Zu Punkt 3. Ich bin nicht ins Suaheliland geflogen und habe dem Suahelimann gesagt er solle 10 Kinder machen. Ich denke da nach der Dewise "selbstgewähltes Schicksal". Jeder muß selbst zusehen wie er aus seinem Schlamassel wieder rauskommt.[/QUOTE]


....ist das nicht!!! Das ist, vorsichtig ausgedrückt, naiv.

Danke für deinen Kommentar!

LG!
Claudia
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  #5 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 19:21
Benutzerbild von Claudia Aust-W.
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 24.06.2005
Beiträge: 925
Standard @bmk

Hallo bmk!

Du scheinst einen gesunden Mittelweg zu wählen!

Es geht auch nicht um Billigfraß !!!!!! Davon war nicht die Rede.
Es geht darum, mit einem gesunden und verantwortungsvollen Maß an die Dinge heran zu gehen.
Wenn ein verantwortungsvoller Hundehalter sieht, daß dieses oder jenes seinem Tier nicht bekommt, wird er etwas anderes versuchen. Das ist auch meine Interpretation der Verantwortung. Ich werde mein Möglichstes tun, daß es dem Tier (natürlich auch meinen Kindern - und die noch vor dem Tier) gut geht.
Aber ich denke, ich muß dafür nicht lukullische Genüsse auftischen, die selbst der Bettler auf der Straße nicht zu sich nehmen kann.

Meine Hunde sind fidel, gesund, trotz Mischkost und Trofu.
Muß ich das noch steigern?
Kontrovers, ich weiß!
LG!
Claudia
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  #6 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 20:08
Benutzerbild von Jochen
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Zitat:
Zitat von Claudia Wyremblewsky
Es wurde in den Raum gestellt, daß Trockenfutter auf Dauer die Hunde krank macht. Alle möglichen Langzeitschäden (Haut, Nieren, Skelett, Immunsystem...) wurden genannt.
Hallo,
seit 1975 füttere ich meinen Hunden (bisher drei Boxer, ein Bullterrier, ein Boston Terrier, eine Französische Bulldogge und ein Bullmastiff) Trockenfertigfutter und kann nicht bestätigen, dass meine Hunde dadurch krank wurden. Auch die HD-Untersuchungen ergaben bei den bisher untersuchten beiden Boxern "HD 0" und auch für Spondylose gab es "keinen Hinweis". Also kann man sicher nicht pauschal behaupten, Trockenfertigfutter sei "gesundheitsschädlich".
Leider werden unsere Hunde durchschnittlich ja nur 10 bis 13 Jahre alt, würden sie 30 oder 40 Jahre alt könnte ich mir vorstellen, dass einige "Ernährungsgewohnheiten" Einfluß auf die Gesundheit und die Langlebigkeit unserer Tiere nehmen bzw. später offensichtlich werden würden.
Bisher habe ich den Eindruck gewonnen, dass insbesondere oder nur dann bei mir bekannten Hunden ernährungsbedingte Krankheiten (rasantes Wachstum mit allen negativen Begleiterscheinungen, Hautkrankheiten usw.) auftraten, wenn die Besitzer das ausgewogene Verhältnis der im Trockenfertigfutter vorhandenen Inhaltsstoffe durch Zumischung aller möglichen "Pülverchen" (die man heute ja an jeder Ecke kaufen kann) oder sonstigen "Beigaben" vom Tisch usw. zerstörten und/oder das Futter einfach zu energiereich und der Hund deshalb "nur" fett (übergewichtig) war.
"Gefühlsmäßig" würde ich meine Hunde lieber "frisch" ernähren und auf Fertigfutter verzichten. Da meine Hunde aber alle bei bester Gesundheit sind sehe ich keine Veranlassung, viel Zeit mit der Futterzubereitung zu verbringen. Zudem sollte bzw. muß man sich als "Nicht-Ernährungswissenschaftler" insbesondere über ein Studium verschiedener Fachliteratur zum Thema "Ernährung des Hundes" unbedingt zumindest dann fachkundig machen, wenn man das Futter selbst frisch zubereitet und die Futterzusammensetzung nicht Fachleuten überläßt. Denn "Irrtümer" auch bei der Frisch-Futterzubereitung schaden dem Hund "früher oder später".
Ohne einen "Kult" betreiben zu müssen ist es m. E. in der heutigen Zeit problemlos möglich, insbesondere auch seinen Hund ausgewogen zu ernähren.
Gruß
Jochen
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  #7 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 20:34
Pepsi
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Beiträge: n/a
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@Claudia Wyremblewsky

Du hast meine Kernaussage nicht verstanden. Ich meinte damit, daß es hierzulande und in der jetzigen Zeit schon schwer genug ist herraus zu filtern was ich wem zu essen gebe (z.B. Schadstoffe, falsches Verhältniss bestimmter Inhaltsstoffe usw.). Schau Dir mal die ganzen Threads an die um verschiedene Trofus, Barfen, halb und halb gehen. DANN, wenn ich überzeugt bin, daß ich das beste (was halt finanziell etc. möglich ist) zur Ernährung meiner Kinder, meines Hundes und mir getan habe, dann würde ich mir Gedanken mach, ob diese Aktion im Verhältniss zur riesigen Armut auf der Welt gerechtfertigt ist.
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  #8 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 20:39
Benutzerbild von Claudia Aust-W.
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Registriert seit: 24.06.2005
Beiträge: 925
Standard @Jochen

Hi Jochen!

Danke für dein sachliches Statement!
Es scheint schädlich zu sein, in jedwede Richtung einen "Kult" zu betreiben, oder?
Oft ist es das gesunde Mittelmaß und die schiere Vernunft, die den kleinen Kern der Wahrheit beinhaltet.

Von allem ein bißchen und nichts übertrieben. Mit "Maß" und "Vernunft", so platt sich das nun auch anhören mag.....

LG!
Claudia
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  #9 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 20:49
Benutzerbild von Claudia Aust-W.
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Beiträge: 925
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Zitat:
Zitat von Pepsi
@Claudia Wyremblewsky

Du hast meine Kernaussage nicht verstanden. Ich meinte damit, daß es hierzulande und in der jetzigen Zeit schon schwer genug ist herraus zu filtern was ich wem zu essen gebe (z.B. Schadstoffe, falsches Verhältniss bestimmter Inhaltsstoffe usw.). Schau Dir mal die ganzen Threads an die um verschiedene Trofus, Barfen, halb und halb gehen. DANN, wenn ich überzeugt bin, daß ich das beste (was halt finanziell etc. möglich ist) zur Ernährung meiner Kinder, meines Hundes und mir getan habe, dann würde ich mir Gedanken mach, ob diese Aktion im Verhältniss zur riesigen Armut auf der Welt gerechtfertigt ist.

Hi "Pepsi"!

Ja, das ist sagenhaft schwer! Gerade, wenn man Kids hat! Ich weiß!!
Das Bestmögliche wollen und tun.....das tue ich auch.
Aber bei all dem möchte ich nicht meine Augen verschließen und Verhältnissmaßigkeiten aus den Augen verlieren.
Ich finde es unverhältnismäßig, wenn Menschen (auch in unserem Land) hungern und darben, schlimmstenfalls sterben und andere Menschen sich zeternd darüber auslassen, warum Herr oder Frau XY ihrem Hund nicht das Optimale "Herz, Hühnchen, Reis, Gemüse, Frischkäse, Kräuter ..........etc, etc, etc...füttert, weil der Hund ja sonst sooo leidet und sooo krank wird....

Da geht MIR persönlich der Hut hoch!

Just my 2 cents..
LG!
Claudia
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  #10 (permalink)  
Alt 27.06.2005, 21:12
Benutzerbild von Anne
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Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 2.784
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ich barfe,allerdings sind meine hunde auch an trofu gewöhnt,für den notfall.

mich irritiert immer das kontra argument - barfen = zeitaufwendig,teuer.
es mag sein,barfen ist etwas zeitaufwendiger,nur verbringe ich keine stunde mit der futterzubereitung.für blättermagen,grünen pansen,kehlköpfe,schlund,nieren,leber bezahle ich pro KG 1€.maulfleisch 1,50€,kalbsbrustknochen 1.45€,wild zw. 1 - 1,50 €. manchmal bekomme ich vom bioschlachter fleisch zu einem günstigen pauschalpreis.
kräuter habe ich im garten.
da wir uns nicht von fertiggerichten ernähren,sondern frisch essen,habe ich auch immer frischgemüse im haus.jetzt ist saison,bitte,was kostet da gemüse???vom biobauern bekomme zum woe oft gemüse sehr günstig,das auf dem markt nicht verkauft wurde.

gutes trofu ist alles andere als günstig.für mich ist barfen,bei drei hunden, wesentlich günstiger als trofu fütterung.

innerhalb der EU wird die überproduktion von nahrungsmitteln mit millionen von euronen subventioniert.die vernichtung der subventionierten überproduktion kostet wiederum etliche millionen euronen.

so leid es mir tut,so lange dieser schwachsinn anhält,werde ich mit sicherheit kein schlechtes gewissen wegen der ernährung meiner hunde haben.
__________________
Gruß Vom Acker

Anne & Co.


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