Die Coppinger Domestikations-Theorie und die Auswirkungen auf's Füttern... - Molosserforum - Das Forum für Molosser
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Alt 03.02.2009, 17:42
Benutzerbild von Filou!
Herzog / Herzogin
 
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Standard AW: Die Coppinger Domestikations-Theorie und die Auswirkungen auf's Füttern...

Ich sehe das genauso wie einige von euch (Peppi, Regi etc.). Es wird ja schon eine Religion aus den Fütterungsmethoden gemacht - finde ich völlig übertrieben, zumal sich die Leute dann auch noch bekriegen weil einer angeblich seinen Hund nicht artgerecht füttert usw.

Ich glaube es gibt nicht DAS artgerechte Futter für den Hund. Jeder Hund verträgt was anderes oder mag was anderes und hat eventuell bestimmte Krankheiten/Allergien/Unverträglichkeiten, auf die man bei der Ernährung Rücksicht nehmen muss.

Jeder kann/sollte seinen Hund so füttern, wie er selbst es vertreten und finanzieren kann und niemanden verurteilen, dass er es anders macht.

Mein erster Hund, den ich mit 11 bekam, war 3 Jahre lang ein Kettenhund gewesen und hatte nur Abfälle bekommen, ohne Rücksicht, ob es scharf gewürzt war oder schlecht. Hunde vertragen das, die wühlen schliesslich auch im Müll. Wenn der Hund es nicht verträgt, erbricht er eben oder isst sowas nicht mehr.

Ich durfte damals meinem Hund auch nur mit viel Betteln Hundefutter kaufen, weil meine Eltern ebenfalls nicht einsahen, warum ein Hund keine Reste und rohes Fleisch vom SChlachter (Abfälle) bekommen sollte. So hat mein Hund von mir also Trockenfutter bekommen, aber auch nur billiges, weil ich ja mit 11 noch nicht so viel Geld verdiente und von meinen Eltern gabs weiterhin Essensreste (aber nie schlechtes Essen oder scharfes) und Reste vom Schlachter, die es umsonst gab.

Zu den Impfungen ging ich mit ihm heimlich, als ich das Geld dazu hatte. Er war aber fast 4 Jahre lang völlig ungeimpft gewesen und hatte 3 Jahre nur draussen in der Natur gelebt. Bei uns lebte er auch draussen im Garten und durfte nur stundenweise rein, Abends beim Fernsehen. Ansonsten sollte ich mich mit ihm draussen beschäftigen, was ich auch gern tat.

Der Hund ist 12 Jahre geworden, was ich echt alt finde für die Größe Hund die er war, und er war immer topfit und hatte nie Mangelerscheinungen oder Krankheiten!


Darum sehe ich es nicht mehr so eng mit dem Futter und sehe auch gar nicht ein, warum ich nur das teuerste Hundefutter kaufen sollte, was noch teurer ist als mein eigenes Essen. Filou bekommt gutes, günstiges Futter, was sie gerne mag und auch verträgt (sie pupst damit am wenigsten und erbricht nie), und ab und an bekommt sie auch mal Fleischreste oder trockene Brote die wir nicht mehr mögen.
Sollte sie Mängel haben, würde man sie beim Tierarzt ja im Blutbild sehen, und dann würde ich entsprechende Zusätze füttern. Bisher war es nie nötig.

Ich selbst halte es für völlig Übertrieben, meinem Hund, der sich selbst nur von Müll und Katzenscheisse ernähren würde (wenn man ihn sich selbst überließe), ein Gourmet-Essen zu servieren
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